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Menschen dieser Stadt

___________________________________________________________________________ 27. Oktober 2021 60 Jahre Arbeitnehmeranwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei Erinnerungsprogramm mit Vorträgen und Musik am 30. Oktober im Stadtmuseum Zum 60. Mal jährt sich am 30. Oktober das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei. Aus diesem Anlass erinnern der Verein Mosaik e.V. und das Stadtmuseum Düsseldorf am Samstag, 30. Oktober, bei einer gemeinsamen Veranstaltung an diesen Tag. Gäste sind herzlich willkommen und können ein rundes Programm mit Vorträgen und Musik erwarten. Die Veranstaltung im Stadtmuseum, Berger Allee 2, beginnt um 18 Uhr (Einlass ab 17.30 Uhr) und wird unterstützt durch das kommunale Integrationszentrum der Landeshauptstadt Düsseldorf. Am 30. Oktober 1961 wurde das Anwerbeabkommen unterzeichnet. Deutschland benötigte Arbeitskräfte, und in der Türkei waren viele Menschen bereit, vorübergehend in Deutschland zu arbeiten. Heute leben rund drei Millionen türkeistämmige Mitbürgerinnen und Mitbürger in Deutschland. Als Referenten wurden eingeladen Nihat Öztürk (Mosaik e.V.), Dr. Necmi Sönmez und Hasan Özen. Für das musikalische Programm sorgt Noyan Dalgic am Klavier. Nihat Öztürk (Mosaik e.V.) wurde 1973 als Arbeiter angeworben, studierte später Soziologie und Sozialökonomie als Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung in Hamburg. Lange Jahre war er als Geschäftsführer der IG Metall Düsseldorf-Neuss tätig. Er wird auf besonders wichtige Etappen der Einwanderung eingehen sowie Konflikte und Anerkennungskämpfe im Kontext der Arbeitsmigration schildern. Dr. Necmi Sönmez absolvierte ein Studium der Kunstgeschichte in Mainz, Paris, Newcastle und Frankfurt. Aktuell beschäftigt er sich als Kurator im Rahmen des Jubiläums des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei mit diversen kulturellen und künstlerischen Aktivitäten, darunter mit dem "Denkmal des Gastarbeiters“ im Ruhrmuseum Essen. Er wird über die Idee und die Entwürfe dieses "Gastarbeiter-Denkmals", das auf dem Gelände des Ruhr Museums in Essen als Würdigung der Arbeits-und Integrationsleistungen türkischer Arbeitsmigrant*innen errichtet werden soll, berichten. Als Ehrengast wurde Hasan Özen eingeladen. Er ist türkischer Arbeitsmigrant der ersten Generation, engagierter Gewerkschafter und Träger des Bundesverdienstkreuzes, aus Duisburg. Um Anmeldung wird gebeten unter Angabe von Vor- und Nachnamen sowie Telefonnummer bis zum 28. Oktober an: seidabei@mosaikev.de Hinweis: Für diese Veranstaltung gilt die "2G-Regel". Für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Bitte beachten Sie auch die Maskenpflicht im Gebäude. Weitere Informationen unter 0211-8996170. ___________________________________________________________________________ 26. Oktober 2021 Baumfällungen im "Heerdterhof-Garten" Das Wohnquartier "Heerdterhof-Garten" befindet sich nördlich des Albertussees in Heerdt und umfasst die dort vorhandenen Frei- und Grünflächen. Zur Realisierung des städtebaulichen Projekts sind Baumfällungen notwendig. In der Grünfläche müssen innerhalb dieser und der kommenden Woche sieben Bäume gefällt werden. Darüber hinaus wird die Bepflanzung auf einer Fläche von rund 900 Quadratmeter entfernt - hier stehen vorwiegend Sträucher. Bei der Fläche handelt es sich um eine vormals öffentliche Grünanlage, die ein privater Investor im Rahmen des Bauvorhabens "Heerdterhof-Garten" von der Stadt erworben hat. Im Zuge des Bauprojekts werden durch den Bauherrn insgesamt 133 Bäume gepflanzt sowie weitere Begrünungsmaßnahmen durchgeführt. ___________________________________________________________________________ 26. Oktober 2021 Glasfaserausbau der Telekom in Düsseldorf liegt voll im Plan Nach dem offiziellen Spatenstich im März 2021 hat die Deutsche Telekom am Dienstag, 26. Oktober, bei einem Treffen im Rathaus mit dem Dezernenten für Digitalisierung, Dr. Michael J. Rauterkus, einen Einblick in den Stand der Planungen und Ausbauarbeiten gegeben. Beide Parteien hatten bereits im Dezember 2020 eine entsprechende Absichtserklärung für den Glasfaserausbau unterzeichnet. Zunächst sollen bis Ende 2022 direkte Glasfaseranschlüsse für fast 42.000 Haushalte in den Stadtteilen Düsseltal, Flingern-Nord und Oberbilk entstehen. Damit werden Bandbreiten von bis zu 1 Gbit/s (Gigabit pro Sekunde) möglich. Der Glasfaserausbau durch die Telekom in Düsseldorf soll auch in den kommenden Jahren weitergehen. Die Ausbaukosten trägt allein die Telekom. Im Zuge der Arbeiten wird die Telekom rund 580 Kilometer Glasfaserkabel verlegen und 80 Glasfasernetzverteiler aufstellen. Dabei wird in einzelnen Straßenabschnitten vorgegangen: Sobald ein Abschnitt fertiggestellt ist, können die Anlieger die neu gebauten Glasfaserabschlüsse buchen und nutzen. Die Hauszuführungen werden taggleich geöffnet und verschlossen, um Beeinträchtigungen für die Bewohnerinnen und Bewohner so gering wie möglich zu halten. Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, äußert sich dazu positiv: "Ich freue mich, dass die Telekom ihr Netz in Düsseldorf weiter ausbaut und damit begonnen hat, modernste Glasfaser- Technik bis in die Häuser hinein aufzurüsten. Alle brauchen schnelles Internet - ansässige Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger und auch die Stadt, die mit ihren Services immer digitaler wird. Diese Erfahrung haben wir gerade erst in der Corona-Pandemie machen müssen bei Home Office, Home Schooling oder Videokonferenzen." Auch für Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom Deutschland GmbH, steht das Ausbauprojekt in der Landeshauptstadt weit oben auf der Agenda: "Unser Glasfaserausbau in Düsseldorf liegt voll im Plan. Dank der guten Zusammenarbeit mit den beteiligten Ämtern können wir unsere Leitungen im Stadtgebiet mit innovativen Baumethoden verlegen. Das spart Zeit und Aufwand und bringt das Glasfasernetz noch schneller zu unseren Kundinnen und Kunden." Der Weg zum neuen Anschluss Bürgerinnen und Bürger, die im Ausbaugebiet wohnen und sich für einen Glasfaser-Hausanschluss entscheiden, können sich bereits jetzt registrieren. Im Falle eine Mietwohnung ist hierzu die Angabe des Hauseigentümers oder der Hausverwaltung erforderlich. Auch Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer selbst können sich registrieren, um ihre Immobilie mit einem Glasfaseranschluss aufzuwerten. Der Telekom-Hausanschluss für die Glasfaserleitung ist im Aktionszeitraum auch ohne Vertragsabschluss kostenfrei. Informationen zu Registrierung, Verfügbarkeit und Tarifen sind erhältlich unter www.telekom.de/glasfaser-Duesseldorf oder bei der Hotline 08002266100 (kostenfrei). ___________________________________________________________________________ 26. Oktober 2021 Vor 80 Jahren: Vortragsreihe erinnert an den Beginn der Deportationen im Herbst 1941 Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, der Erinnerungsort Alter Schlachthof sowie die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit laden zu der Veranstaltungsreihe ein Vor 80 Jahren, im Oktober 1941, begannen die Deportationen deutscher Jüdinnen und Juden "nach Osten". Die Gestapo ließ im Herbst 1941 in einer ersten "Welle" bis zum Jahreswechsel zehntausende Menschen in Ghettos und Lager im besetzten Polen oder in der Sowjetunion verschleppen. Die ersten drei Transporte, die ihren Ausgangspunkt in Düsseldorf hatten und über den städtischen Schlachthof und den Güterbahnhof im Stadtteil Derendorf abgewickelt wurden, führten in die Ghettos in Łódź, Minsk und Riga. Diese Deportationen fanden im Oktober, November und im Dezember 1941 statt und betrafen 3.002 jüdische Menschen aus dem ganzen Regierungsbezirk Düsseldorf. Mit einer dreiteiligen Vortragsreihe erinnern die Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Erinnerungsort Alter Schlachthof an der Hochschule Düsseldorf und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf an den Herbst 1941, an die Betroffenen und Opfer, aber auch an die Täter, die Profiteure und Zuschauer. Die drei Vorträge finden in der Berger Kirche an den historischen Jahrestagen und in Verbindung mit den diesjährigen "Aktionswochen gegen Antisemitismus" statt. Bei einem Pressegespräch am Dienstag, 26. Oktober, informierten die Veranstalterinnen und Veranstalter über die historischen Hintergründe und die Veranstaltungsreihe. Als Gesprächspartnerinnen und -partner vor Ort waren Dr. Bastian Fleermann, Hildegard Jakobs und Astrid Hirsch-von Borries von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf sowie Dr. Joachim Schröder vom Erinnerungsort Alter Schlachthof. Dr. Bastian Fleermann, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf: "Wir erinnern mit diesen Veranstaltungen an die Opfer der damaligen Deportationen. Der Holocaust begann als ein geplantes und von vielen Beteiligten organisiertes Verbrechen inmitten unserer Städte. Die Landeshauptstadt und die Hochschule Düsseldorf dokumentieren gemeinsam, dass dies auch hier bei uns in Düsseldorf der Fall war." Dr. Joachim Schröder, Leiter des Erinnerungsortes Alter Schlachthof: "Die Deportationen bildeten den vorläufigen Abschluss eines langen Prozesses der Entrechtung der jüdischen Bürgerinnen und Bürger. Es war eine Verschleppung ins Ungewisse, und die Ankunft im Ghetto war für alle ein schwerer Schock. Nur sehr wenige überlebten den Holocaust." Die drei Vorträge finden jeweils um 18 Uhr in der Berger Kirche, Wallstraße 17, statt: Mittwoch, 27. Oktober (Bereits ausgebucht) Vortrag von Hildegard Jakobs: "Deportiert nach Łódź am 27. Oktober 1941" Über die erste Deportation berichtet Hildegard Jakobs, die stellvertretende Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf. Sie hat über diesen Transport ein langjähriges Forschungsprojekt zusammen mit Angela Genger geleitet. Sie sind den Spuren der Deportierten gefolgt und haben Fotografien, Briefe und Dokumente zusammengetragen. Vorgeschichte und Ablauf des Transports, die Ankunft und die Eingewöhnung an die Verhältnisse im Ghetto, Unterkunft, Versorgung und Arbeitsalltag werden anschaulich geschildert. Anhand konkreter biographischer Beispiele, beispielsweise Rabbiner Klein und seiner Frau Lilli, wird der Blick auf die betroffenen Menschen, ihr Leid, ihre Überlebenshoffnungen und ihre individuellen Lebensumstände in der Zwangsgemeinschaft des Ghettos gelenkt. So entsteht ein eindringliches Zeugnis des Völkermordes an der jüdischen Bevölkerung, der auch in Düsseldorf seinen Ausgang nahm. Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke wird ein Grußwort sprechen. Donnerstag, 10. November Vortrag von Dr. Bastian Fleermann: "Deportiert nach Minsk: Der Transport vom 10. November 1941 in die weißrussische Hauptstadt" Der Vortrag von Dr. Bastian Fleermann erläutert die Umstände der zweiten großen Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus dem Regierungsbezirk. Dieser fand am 10. November 1941 statt und betraf 992 Menschen aus den drei Städten Düsseldorf, Essen und Wuppertal. Das 2012 aufgetauchte, recht umfangreiche Verlaufsprotokoll ("Bericht über Judenevakuierung") eines Düsseldorfer Schutzpolizeioffiziers, der mit seinen Beamten den Transport begleitete und bewachte, ermöglicht als unmittelbare Quelle Einblicke in den Ablauf und die Organisation einer solchen Verschleppung aus Sicht eines beteiligten Täters. Mittwoch, 8. Dezember Vortrag von Dr. Joachim Schröder: "Verschleppt nach Riga: Die Deportation am 11. Dezember 1941" In seinem Vortrag berichtet Dr. Joachim Schröder, Leiter des Erinnerungsortes Alter Schlachthof, über den Verlauf der dritten Massendeportation aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf. Sie nahm, wie die ersten beiden Deportationen, am Düsseldorfer Schlachthof ihren Ausgang – genau dort, wo heute der Erinnerungsort Alter Schlachthof diese Verbrechen in seiner Dauerausstellung dokumentiert. Die ganze Nacht mussten die Menschen in der kalten, schmutzigen Viehhalle ausharren, voller Ungewissheit vor dem Kommenden: "In den Steintrögen des Schlachthofs lagen Babies und Kleinkinder und weinten die ganze Nacht", erinnerte sich später die Überlebende Hilde Sherman-Zander aus Mönchengladbach. Die Gestapo verschleppte 1.007 Jüdinnen und Juden, überwiegend aus dem linksrheinischen Gebiet, in das Ghetto in Riga. Der Transport hat es durch den überlieferten, zynischen Bericht des Polizei-Offiziers Salitter, der ihn mit seinen Beamten überwachte, zu einer traurigen Berühmtheit gebracht. Anhand verschiedener Augenzeugenberichte von Überlebenden wie Hilde Sherman-Zander, Sophie Nathan, Liesel Ginsburg, Irene Dahl, Ilse Rübsteck und anderen wird das Leben und Überleben im Ghetto von Riga anschaulich geschildert. Der Eintritt ist für alle drei Präsenz-Veranstaltungen frei. Eine vorherige Anmeldung ist aufgrund der begrenzten Teilnehmendenzahl erforderlich und telefonisch unter 0211-8996205 oder via E-Mail an nicole.merten@duesseldorf.de möglich. Bitte beachten: Es gilt die "2G-Regel": Für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Social-Media-Aktion Der Erinnerungsort Alter Schlachthof und die Mahn- und Gedenkstätte haben zudem gemeinsam eine Aktion auf ihren Social-Media-Kanälen gestartet: Seit Ende August läuft dort die Serie "Deportiert 1941". Auf Instagram und Facebook können die Userinnen und User mithilfe der Serie bis zum 15. Dezember den Weg von drei Familien (Familie Klein, Familie Herz und Familie Nathan) nachvollziehen, die in die Ghettos Lodz, Minsk und Riga verschleppt wurden. Auf Facebook unter de-de.facebook.com/MahnundGedenkstaetteDuesseldorf/ und de-de.facebook.com/Erinnerungsort-Alter-Schlachthof sowie auf Instagram unter "mahn_und_gedenkstaettedus" und "erinnerungsort_duesseldorf". ___________________________________________________________________________ 26. Oktober 2021 Volkshochschule Düsseldorf Rundgang: "Starke Frauen in Kaiserswerth" Stadtführerin Antje Kahnt lädt am Sonntag, 31. Oktober, um 14.30 Uhr zu einem Rundgang durch das mittelalterliche Kaiserswerth. Der Fokus dieser zweistündigen Führung der Volkshochschule Düsseldorf liegt auf der "holden Weiblichkeit". Denn neben der berühmten Fliednerfrau Florence Nightingale hinterließen interessante Künstlerinnen, Schauspielerinnen und adelige Besucherinnen ihre Spuren in einem der ältesten Stadtteile Düsseldorfs. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 Euro. Eine vorherige Anmeldung unter www.duesseldorf.de/vhs oder telefonisch unter 0211-8994150 ist erforderlich. Die Veranstaltungsnummer lautet: X 081 110. Der Treffpunkt befindet sich vor der Gaststätte Tonhalle am Klemensplatz 7. Weitere Informationen für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, auch hinsichtlich der geltenden Coronaregeln, gibt es unter www.duesseldorf.de/vhs ___________________________________________________________________________ 25. Oktober 2021 Vorschläge für Martinstaler können noch eingereicht werden Stadt zeichnet bürgerschaftliches Engagement aus Bereits zum 20. Mal zeichnet die Landeshauptstadt Düsseldorf in diesem Jahr Mitbürgerinnen und Mitbürger mit dem "Martinstaler" aus, die sich in besonders hohem Maß ehrenamtlich engagieren. Vorschläge können noch eingereicht werden. Die Auszeichnung wird an bis zu zehn Personen verliehen. Voraussetzung ist, dass die ehrenamtliche Tätigkeit seit mindestens zehn Jahren ausgeübt wird in Bereichen wie beispielsweise Soziales oder Kultur, Tier- oder Umweltschutz, Brauchtum oder Sport. Insbesondere die stillen Helferinnen und Helfer werden gesucht, die eher im Hintergrund arbeiten und sich außerordentlich verdient gemacht haben. Eine weitere Ehrung soll Menschen zugutekommen, die mit innovativen Projekten ganz neue Wege des bürgerschaftlichen Engagements beschreiten. In dieser Kategorie kann die Dauer der Tätigkeit des Ehrenamtes auch kürzer als zehn Jahre betragen. Sie kennen einen besonders engagierten Menschen oder wollten sich schon immer für ein Engagement bedanken? Dann senden Sie Ihren Vorschlag an folgende Adresse: Landeshauptstadt Düsseldorf, Der Oberbürgermeister, "Stichwort: Martinstaler", Marktplatz 1, 40213 Düsseldorf, oder per E-Mail an andrea.demme@duesseldorf.de. Die ehrenamtliche Tätigkeit sollte kurz beschrieben werden. Zusätzlich bitte Name, Adresse und Geburtsdatum der betreffenden Person angeben. Bei Rückfragen steht das Referat für bürgerschaftliches Engagement gerne unter Telefon 0211-8992770 oder per E-Mail zur Verfügung. ___________________________________________________________________________ 24. Oktober 2021 Oberbürgermeister Dr. Keller verurteilt Messerattacke in der Altstadt Am Samstag, 23. Oktober gegen 18.45 Uhr, hat ein bislang unbekannter Täter vor einem Lokal in der Düsseldorfer Altstadt mit einem Messer mehrfach auf einen Jugendlichen eingestochen und ihn lebensgefährlich verletzt. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller sieht jetzt das Land in der Pflicht und sagt: "Ich verurteile die Messerattacke am gestrigen Abend in der Düsseldorfer Altstadt auf das Schärfste. Besonders betroffen macht mich die frühe Uhrzeit dieses Vorfalls, zu der die Geschäfte noch geöffnet hatten und auch Familien in der Altstadt unterwegs waren. Ich sehe hier dringend weiteren Handlungsbedarf, um für die Sicherheit in der Altstadt zu sorgen. Dazu gehört meines Erachtens auch die Prüfung einer Messer- oder Waffenverbotszone in der Altstadt. Allerdings ist die Stadt für solche Maßnahmen nicht zuständig. Hier müsste das Land eine entsprechende Regelung erlassen, die dann durch die Polizei durchgesetzt wird. Die Stadt wird sich hierzu mit der Polizei und dem Innenministerium beraten." ___________________________________________________________________________ 22. Oktober 2021 Ausbau Radhauptnetz: Schlüsselprojekt am Worringer Platz fertiggestellt Zwei neue Radachsen machen die Innenstadt ab sofort fahrradfreundlicher Der Ausbau des Radhauptnetzes in Düsseldorf schreitet immer weiter voran: In der vergangenen Woche wurden die Bauarbeiten am Worringer Platz bis auf wenige Restarbeiten abgeschlossen. Damit ist ein Schlüsselprojekt des Radhauptnetzes fertiggestellt. "Die Landeshauptstadt Düsseldorf macht Tempo beim Ausbau des Radhauptnetzes: Mit dem Abschluss der Bauarbeiten am Worringer Platz wurden jetzt gleich zwei wichtige Achsen im Radhauptnetz komplettiert. Die Innenstadt wird damit ein großes Stück fahrradfreundlicher - was ein weiterer, wichtiger Schritt zur Umsetzung zur Verkehrswende ist", erklärt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. Ab sofort können Radfahrende auf rund 1,3 Kilometern die Nord-Süd-Achse Karlstraße/Worringer Straße vom Wehrhahn bis zum Stresemannplatz durchgehend auf komfortablen Radverkehrsanlagen befahren. In Rahmen der Arbeiten wurden zudem auch die vorhandenen Radverkehrsanlagen auf der Kölner Straße über den Worringer Platz zusammengeführt. Somit wurde auch die rund 1,6 Kilometer lange, jetzt durchgehende Radverkehrsachse vom Oberbilker Markt in Richtung Wehrhahn finalisiert. "Der Umbau des Worringer Platzes als Abschluss dieser komplexen Radverkehrsmaßnahme war eine Herausforderung", erläutert Jochen Kral, Mobilitätsdezernent der Landeshauptstadt Düsseldorf. "Ein solch hochfrequentierter Verkehrsknoten muss unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden, und es steht hierfür nur ein begrenzter Raum zur Verfügung." Oberstes Ziel des Ausbaus war es, attraktive Radhauptnetzachsen zu schaffen. Zu berücksichtigen waren dabei aber auch der ÖPNV, der aufgrund der Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs einen wichtigen Platz einnimmt, Lieferverkehre für ansässiges Gewerbe und Gastronomie und der Kfz-Verkehr. Der Worringer Platz wurde fahrrad- und fußgängerfreundlicher umgestaltet. Damit sind die bereits fertiggestellten Radverkehrsanlagen auf der Worringer Straße, der Kölner Straße und der Karlstraße jetzt miteinander verbunden. Radfahrende können den Worringer Platz ab sofort bequem auf eigenen Radverkehrsanlagen queren. "Die Erfahrung zeigt, dass neue Verkehrssituationen, wie zum Beispiel der neue Radweg im Norden des Worringer Platzes, eine gewisse Eingewöhnungszeit benötigen", erklärt Kral. "Um diesen Prozess zu beschleunigen, werden die nutzbaren Funktionsflächen wie der Radweg etc. ab sofort durch die Verkehrsüberwachung kontrolliert. Das Ordnungsamt wird den Bereich auch in den Abendstunden verstärkt im Auge behalten." Insgesamt hat die Stadt Düsseldorf in die Umgestaltung der verkehrlichen Infrastruktur entlang der Achse Worringer Straße/Karlstraße und den Ausbau des Worringer Platzes rund 2,9 Millionen Euro investiert. Hintergrund Aufgrund der komplexen Gegebenheiten wurde die Umsetzung der Radverkehrsmaßnahme Karlstraße/Worringer Straße in mehreren Abschnitten realisiert. Achse Karlstraße/Worringer Straße Bereits 2019 wurde zwischen Am Wehrhahn und Ackerstraße entlang der Worringer Straße auf einer Länge von rund 400 Meter beidseitig ein Radfahrstreifen markiert. Dazu waren im Knoten Worringer Straße/Gerresheimer Straße umfangreiche Umgestaltungen erforderlich. Ferner musste die gesamte Signaltechnik erneuert werden, damit die erforderlichen Fahrradsignale ergänzt werden konnten. Im Sommer 2020 wurde ein weiteres Teilstück fertiggestellt: Auf der Karlstraße wurde - zwischen Stresemannplatz und Kurfürstenstraße - in beiden Fahrtrichtungen neue Radfahrstreifen angelegt. Im Rahmen der Sanierung der Fahrbahndecke wurden die Fahrstreifen neu angeordnet und eine gesicherte Radwegeführung markiert. Gleichzeitig wurden auch die Signalanlagen an den Einmündungen Bismarck-, Friedrich-Ebert- und Kurfürstenstraße umgebaut und mit Signalen für den Radverkehr ausgestattet. Achse Kölner Straße Im Zuge der Fahrbahndeckensanierung mit lärmoptimiertem Asphalt im Jahr 2018 wurden auf dem Straßenabschnitt zwischen Worringer Platz und Gerresheimer Straße beidseitig Radfahrstreifen markiert. An den nicht signalisierten Einmündungen wurden die Radfahrstreifen, wie üblich, rot eingefärbt. Worringer Platz – Teilprojekt aus EKISO Teile des Umbaus am Worringer Platz wurden über Zuwendungen aus dem Städtebauförderprogramm des Landes "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" im Rahmen des Projektes EKISO (Entwicklungskonzept Innenstadt- Südost) finanziert. Nachdem die Innenfläche des Platzes bereits vor über 10 Jahren eine gestalterische Aufwertung erfahren hat, wurden seit 2015 auch die äußeren Gehwege an das Gestaltungskonzept angepasst. Zuletzt wurde der Seitenraum in der Achse Kölner Straße inklusive der Radverkehrsanlage entsprechend der Gestaltungsvorgaben aus dem EKISO-Projekt umgesetzt. Weitere Informationen zum Thema Radverkehr in Düsseldorf finden Sie online unter www.duesseldorf.de/radschlag. ___________________________________________________________________________ 22. Oktober 2021 Zwei Weltmeister neu am Lessing-Gymnasium Sportlich-prominenter Zuwachs am Lessing-Gymnasium: Chiril Negru, Weltmeister in der Kampfsportart MMA (Mixed Martial Arts), und Tennis-Weltmeister Jou-George Gnjidic wechseln auf die NRW-Sportschule in Düsseldorf. Der heute 15-jährige Chiril konnte 2019 in Rom den Weltmeistertitel in seiner Gewichtsklasse erringen. Jou- George krönte sich bereits ein Jahr zuvor bei der U9-Weltmeisterschaft in Kroatien zum Sieger des Tennisturniers. Beide Talente erhoffen sich durch die sportliche Förderung der NRW-Sportschule ihren Traum von der Profikarriere zu verwirklichen: Mit dem Athletiktraining und den Frühtrainingseinheiten, die in den Schulalltag integriert werden, wird eine frühe Fokussierung auf die sportliche Leistungssteigerung gesetzt, ohne dass die schulischen Leistungen dahinter zurückstehen müssen. Schulleiter Wilhelm Josephs: "Die Beiden wollten unbedingt an unsere Schule, da sie von unserem ganzheitlichen Konzept begeistert waren. Wir versuchen ihnen hiermit zu helfen und den Spagat zwischen schulischer und sportlicher Karriere zu meistern." ___________________________________________________________________________ 22. Oktober 2021 Lichtbänke kehren in den Hofgarten zurück Die Montage der Bänke auf der Jägerhofallee ist für die kommende Woche geplant Nun ist es soweit: Die Lichtbänke des Künstlers Stefan Sous, betitelt als "UV-A UV-B", die seit 2002 das Bild der Jägerhofallee im Düsseldorfer Hofgarten prägen und ein beliebtes Fotomotiv sind, kehren wieder an ihren Standort zurück. Die Netzgesellschaft Düsseldorf mbH, eine Tochter der Stadtwerke Düsseldorf AG, wird ab Montag, 25. Oktober, mit der Montage und dem Aufbau der Lichtbänke beginnen. Dann startet ein erster Testbetrieb. Die komplette Inbetriebnahme der Bänke ist für November geplant. Die Leuchtbänke mussten im August 2019 aufgrund von immer wieder auftretenden erheblichen Vandalismus-, aber auch Witterungsschäden demontiert werden. Bereits 2017 mussten die Bänke abgebaut und saniert werden. Um die Leuchtbänke künftig besser vor Schäden zu schützen und einen dauerhaften Betrieb zu gewährleisten, wurde im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Künstler Stefan Sous, der Netzgesellschaft Düsseldorf und dem Kulturamt ein Sanierungskonzept in Bezug auf eine verbesserte Materialbeschaffenheit und neuer LED Technologie erarbeitet. Zunächst wurde eine der alten Leuchtbänke, als Prototyp mit neuer LED Technik und verbesserten Schutzrohren ausgerüstet und im Winter 2020/21 auf dem Außengelände der Stadtwerke bei Wind und Wetter getestet. Anschließend wurden die insgesamt 14 Lichtbänke umgerüstet. Parallel wurde im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen der Jägerhofallee durch das Garten-, Friedhofs- und Forstamt die marode Anschluss-Verkabelung im Erdreich erneuert. Die Aufstellflächen der Leuchtbänke wurden zudem zur Verbesserung der Sauberkeit mit Grauwacke-Steinen gepflastert. Sowohl die Helligkeit als auch die Dauer der Beleuchtung durch die Bänke wurden so abgestimmt, dass sich die Lichtbänke nicht als zusätzliche Belastung für die im Hofgarten lebende Tierwelt auswirken. Zudem werden die Lichtbänke in der zweiten Nachthälfte abgeschaltet. Die Lichtbänke wurden aus Mitteln des Klimaschutzes energieeffizient saniert. Hintergrund Die Lichtbänke des Künstlers Stefan Sous wurden zur Ausstellung "hell-gruen, 30 Kunstprojekte im und um den Düsseldorfer Hofgarten" im Rahmen der EUROGA 2002plus entwickelt und installiert. Ursprünglich waren sie temporär geplant, sie gefielen jedoch der Düsseldorfer Bevölkerung so gut, dass sie wenige Jahre später durch die Stadt angekauft wurden. ___________________________________________________________________________ 22. Oktober 2021 Filmmuseum Düsseldorf: Dreizehn Filme aus der Region Subsahara Vom 1. bis 28. November lädt die Black Box zu einer Filmreihe Das Filmmuseum, Schulstraße 4, präsentiert Ausschnitte der subsaharischen Filmgeschichte und zeigt Werke von Ousmane Sembène (Senegal), Souleymane Cissé (Mali), Ibrahim Shaddad und der Sudanese Film Group (Sudan) sowie eine Auswahl zeitgenössischer Filme aus dem Senegal und Ghana. Die Filmreihe findet in Zusammenarbeit mit dem Institut français Düsseldorf und dem Eine Welt Forum Düsseldorf e.V. statt. Alle Filme werden in Originalsprache mit deutschen Untertiteln gezeigt. Eine Kartenreservierungen ist telefonisch unter 0211-8992232 möglich. Der Eintritt kostet sieben Euro, ermäßigt fünf Euro, mit Black-Box-Pass vier Euro. Alle Infos zu den aktuell geltenden Corona-Regel gibt es unter www.duesseldorf.de/filmmuseum/aktuelles-presse/detailansicht-aktuelles/newsdetail/kino-in-zeiten-von- covid-19.html Filmproduktion in Afrika Bereits ab 1910 existierte das Kino in Afrika als Unterhaltungsmedium in Form von Vorstellungen europäischer und US-amerikanischer Dokumentarfilme. Einige Jahre später wurden unter kolonialen Strukturen auch Filme in Afrika gedreht. In diesen Filmen – deren Produktion ihren Höhepunkt zwischen den beiden Weltkriegen hatte – wurde alles Afrikanische jedoch als abergläubisch und rückständig betrachtet, die afrikanischen Kulturen geringgeschätzt und auf diesem Wege versucht, die europäische Kultur aufzuwerten. Eine erwähnenswerte genuin afrikanische Filmproduktion entstand erst zu Beginn der 1960er-Jahre. Deren Ziel war es, die afrikanischen Völker vom kolonialen Erbe zu befreien und zu sich selbst zu finden mit der Intention, eine eigene Filmkultur zu begründen. Das anspruchsvolle afrikanische Kino hatte größtenteils eine klare politische Intention, wie beispielsweise die Filme des malischen Filmemachers Souleymane Cissé, der mittlerweile zu den renommiertesten Regisseuren Afrikas zählt. Die allerersten Filme wurden von Ousmane Sembène, dem "Vater des afrikanischen Kinos", inszeniert. Mit knappen finanziellen und technisch eingeschränkten Möglichkeiten drehte er 1963 seinen ersten berühmten Kurzfilm "Borom sarret", gefolgt von "La noire de..." (1965), der erste Langspielfilm Afrikas. Diese beiden Filme definieren die Geburtsstunde des afrikanischen Kinos, und in den darauffolgenden Jahrzehnten entwickelte sich eine lebhafte Filmproduktion in den Ländern südlich der Sahara, wie Burkina Faso, Senegal, Kamerun und Mali. Vor allem in den frankophonen Ländern der Subsahara wurde die Praxis des Filmemachens schnell umgesetzt – rund 80 Prozent der afrikanischen Filme stammen von dort –, da die dortigen Produktionen praktische und finanzielle Unterstützung von der französischen Regierung erhielten. Viele afrikanische Filmemacherinnen und -macher wurden an französischen Filmschulen ausgebildet, die Filme in Kooperation mit dem französischen Ministerium produziert, und die Post-Produktion konnte oftmals in modernen, französischen Studios stattfinden. Der Wunsch nach einem unabhängigen afrikanischen Kino und die Befreiung vom kolonialen Erbe konnte also nur bedingt erreicht werden. Dennoch bietet das afrikanische Kino Perspektiven "von innen", fernab westlicher Klischees. Als Ganzes lässt sich das afrikanische Kino nur schwer fassen: Subsahara-Afrika zählt 49 Länder, mehrere hundert Ethnien mit eigener Kultur, eigener Sprache und unterschiedlicher Geschichte. Diese ungeheure kulturelle Vielfalt spiegelt sich zwar differenziert im subsaharischen Film – allerdings ohne dass sich diese Filme in ihrer Gesamtheit als Kinematographie definieren ließen und ohne dass diese Filme im Westen auf großes Interesse oder Beachtung gestoßen wären. Die meisten Filme eint eine engagierte Beobachtung des afrikanischen Alltags, Perspektiven aus, nicht auf Afrika und der Wunsch nach Unabhängigkeit, fernab von Versuchen, den afrikanischen Film als feste Kategorie, gar als Genre zu begreifen oder verstehen zu wollen. Zu den Filmen: Montag, 1. November, 20 Uhr "Borom Sarret" SEN 1963; 20 Min.; ab 18 Jahren; Regie/Buch: Ousmane Sembène; Kamera: Christian Lacoste; Darstellende: Ly Abdoulay u.a. "La noire de... " - "Die Schwarze aus Dakar" SEN 1966; 65 Min.; ab 18 Jahren; Regie/Buch: Ousmane Sembène; Kamera: Christian Lacoste; Darstellende: Mbissine Thérèse Diop, Anne-Marie Jelinek, Robert Fontaine, Momar Nar Sene u.a. Samstag, 6. November, 20.30 Uhr "Mandabi" - "Die Postanweisung" SEN 1968; 92 Min.; FSK 12; Regie/Buch: Ousmane Sembène; Kamera: Paul Soulignac; Darstellende: Makhourédia Guèye, Ynousse N‘Diaye, Isseu Niang u.a. Sonntag, 7. November, 15 Uhr "Moolaadé" - "Moolaadé – Bann der Hoffnung" SEN/F/OBV/M/CAM/TUN 2004; 124 Min.; FSK 12; Regie/Buch: Ousmane Sembène; Kamera: Dominique Gentil; Darstellende: Fatoumata Coulibaly, Maimouna Hélène Diarra, Salimata Traoré, Dominique Seïda u.a. Sonntag, 7. November, 18 Uhr "Baara" - "Der Lastenträger" MLI 1978; 90 Min.; ab 18 Jahren; Regie/Buch: Souleymane Cissé; Kamera: Étienne Carton de Grammont, Abdoulaye Sidibé; Darstellende: Balla Moussa Keita, Baba Niare, Bubukar Keita u.a. Freitag, 12. November, 21 Uhr "Finyè" - "Die Zeit des Windes" MLI 1982; 100 Min.; ab 18 Jahren; Regie/Buch: Souleymane Cissé; Kamera: Etienne Carton de Grammont; Darstellende: Fousseyni Sissoko, Goundo Guissé, Balla Moussa Keita u.a. Samstag, 13. November, 18.30 Uhr "Jamal" - "A Camel" SUD 1981; 14 Min.; ab 18 Jahren; Regie/Buch: Ibrahim Shaddad; Kamera: Elhadi Ahmed Ibrahim, Salah Eddeen Awad. "Jagdpartie" DDR 1964; 41 Min.; ab 18 Jahren; Regie: Ibrahim Shaddad; Buch: Claus Neumann, Ibrahim Shaddad; Kamera: Claus Neumann; Darstellende: Petra Hinze, Günter Meier, Ambroise Ruzidana u.a. "Al Habil" - "The rope" SUD 1985; 32 Min.; ab 18 Jahren; Regie/Buch: Ibrahim Shaddad; Kamera: Tawfiq Osman Faqir; Darstellende: Khatab H. Ahmed, A. Gadir Daoud, Mariam M. Eltayeb u.a. Freitag, 19. November, 21 Uhr "Baamum nafi" - "Nafi's father" SEN 2019; 109 Min.; ab 18 Jahren; Regie/Buch: Mamadou Dia; Kamera: Sheldon Chau; Darstellende: Alassane Sy, Aicha Talla, Saikou Lo u.a. Samstag, 20. November, 18.30 Uhr "Yeelen" - "Das Licht" MLI 1987; 106 Min.; ab 18 Jahren; Regie/Buch: Souleymane Cissé; Kamera: Jean-Noël Ferragut, Jean-Michel Humeau; Darstellende: Niamanto Sanogo, Soumba Traore, Balla Moussa Keita u.a. Samstag, 20. November, 21 Uhr "The burial of kojo" GH 2018; 81 Min.; ab 18 Jahren; Regie/B: Blitz Bazawule · K: Michael Fernandez · D: Cynthia Dankwa, Ama K. Abebrese, Joseph Otsiman u.a. Sonntag, 28. November, 15 Uhr "Félicité" F/B/SEN/D/LIBN/CON 2017; 129 Min.; FSK 12 Jahren; Regie: Alain Gomis; Buch: Alain Gomis, Olivier Loustau, Delphine Zingg; Kamera: Céline Bozon; Darstellende: Véro Tshanda Beya Mputu, Gaetan Claudia, Papi Mpaka u.a. Es gibt kein Vorprogramm, die Filme beginnen pünktlich. ___________________________________________________________________________ 21. Oktober 2021 Erfolgreiche OSD-Kontrollen im Stadtgebiet Erfolgreiche Kontrollen des zivilen Streifendienstes: Außendienstkräfte des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) haben am Dienstag, 19. Oktober, in Flingern Nord zwei Personen ermittelt, die dort ohne Arbeitserlaubnis tätig waren. Am Mittwoch, 20. Oktober, konnten OSD-Mitabeiter darüber hinaus gefälsche Ausweisdokumente ausfindig machen und eine zur Fahndung ausgeschriebene Person stellen. Dienstag, 19. Oktober Die beiden Restaurantmitarbeitenden in Flingern Nord hatten keine Arbeitsverträge und gaben an, erst seit dem gestrigen Tag zur Probe zu arbeiten. Sie konnten weder einen gemeldeten Wohnsitz noch gültige Ausweisdokumente nachweisen - einer der beiden führte darüber hinaus einen gefälschten Studierendenausweis mit sich und gab zunächst falsche Personalien an. Der Inhaber des Betriebs wurde darüber in Kenntnis gesetzt, dass die beiden Mitarbeitenden sich für die Arbeitsaufnahme illegal in Deutschland aufhielten. Die Außendienstkräfte zogen die Polizei hinzu und übergaben die Betroffenen an die Beamten. Mittwoch, 20. Oktober In einem Betrieb in Stadtmitte konnten OSD-Mitarbeiter drei Menschen ohne Ausweisdokumente ausfindig machen. Die Männer konnten zunächst keinen 3G-Nachweis vorlegen - zwei von ihnen versuchten daraufhin zu fliehen. Bei der Überprüfung der Identität konnten sich zwei der Betroffenen nicht ausweisen. Auf der Suche nach einer Aufnahme seines Reisepasses zeigte einer der Männer den Beamten die Fotos auf seinem Handy - ein Foto des Reisepasses konnte dabei nicht gefunden werden, stattdessen stießen die Einsatzkräfte auf Bilder von Betäubungsmitteln und hohen Bargeldsummen. Der dritte Mann legte mutmaßlich gefälschte Ausweispapiere vor. Die Außendienstkräfte zogen die Polizei hinzu - so konnten die Fälschungen bestätigt und feststellt werden, dass nach dem Mann gefahndet wurde. Bei einem der Männer liegt zudem der Verdacht des unerlaubten Aufenthalts in Deutschland vor. ___________________________________________________________________________ 21. Oktober 2021 Gartenamt verzeichnet rund 80 umgestürzte Bäume Nach dem Sturmereignis von Donnerstag, 21. Oktober, mit Windböen von bis zu 93 Kilometer pro Stunde verzeichnet das Garten-, Friedhofs- und Forstamt rund 80 umgestürzte Bäume in den städtischen Grünanlagen, auf den Friedhöfen und in den Forstrevieren. Darüber hinaus sind im gesamten Stadtgebiet zahlreiche Äste abgebrochen. Die Mitarbeiter des Gartenamts sind mit Aufräumarbeiten im Einsatz. Das Gartenamt zählt in den städtischen Parks und Grünanlagen sowie im Straßenraum rund ein Dutzend umgestürzte Bäume sowie eine Vielzahl von Astbrüchen. Dabei sind einige Schäden an Fahrzeugen entstanden. Auf der Siegstraße kam es an einer Linde zu starken Astausbrüchen. Der Baum muss aus Sicherheitsgründen umgehend gefällt werden. Im Stadtwald sind bei dem Sturm insgesamt rund 60 Bäume umgestürzt, davon etwa 20 im Forstrevier Süd, 20 im Forstrevier Mitte, zehn im Forstrevier Nord sowie zehn im Wildpark. Eine Buche war auf die Fahneburgstraße gestürzt - die Stelle ist bereits geräumt. Entlang der Straßen "Am Bauenhaus" und "Bauenhäuser Weg" müssen noch heute drei beschädigte Buchen gefällt werden. Ebenfalls muss im Wildpark eine Birke zeitnah gefällt werden. Der Reitweg "Reitschlucht" im Aaper Wald bleibt voraussichtlich bis Anfang der kommenden Woche gesperrt, weil dort umgestürzte Bäume geräumt werden müssen. Alle anderen Wege im Stadtwald sind begehbar. Der Wildpark öffnet am Freitag, 22. Oktober, wieder. Auf dem Nordfriedhof sind drei Bäume umgestürzt. Die Friedhöfe Eller und Stoffeln verzeichnen jeweils einen umgestürzten Baum. ___________________________________________________________________________ 21. Oktober 2021 Stadtarchiv übernimmt Magazinflächen im KAP1 Der Umzug läuft: Originalunterlagen können Interessierte wieder ab Ende Oktober einsehen Die Zentralbibliothek und das FFT eröffnen am 6. November ihre neuen Räume im KAP1 am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Für die Öffentlichkeit weniger sichtbar ist, dass in dem Gebäude am Konrad-Adenauer-Platz 1 auch Magazinflächen für mehrere Kulturinstitute entstehen. So auch für das Stadtarchiv Düsseldorf. Auf etwas mehr als 800 Quadratmetern kann das für die Stadtgeschichte zuständige Institut nun Archivgut einlagern. Die vier Räume bieten Platz für circa sechs Regalkilometer historischer Unterlagen und sollten als Lagerreserve etwa für die nächsten 15 Jahre ausreichen. Durch eine partielle Belegung des neuen Bereichs wird in den bisherigen Magazinen Platz für neu eingehende Akten geschaffen. Besonders praktisch ist hierbei die Nähe zum weiterhin bestehenden Hauptstandort des Stadtarchivs in der gegenüberliegenden "Alten Paketpost" am Fernbusbahnhof, in dem sich mit den Lesesälen auch der öffentliche Bereich des Archivs befindet: Sollten historische Dokumente bestellt werden, so reicht ein kurzer Weg in das gegenüberliegende KAP1 zur Abholung des gewünschten Materials. Die neuen Räume sind klimatisiert und entsprechen den fachlichen Vorgaben zur Aufbewahrung von Archivgut. Durch den Einbau einer durch den Landschaftsverband Rheinland bezuschussten Rollregalanlage werden die Kapazitäten optimal genutzt, auch historisch wertvolle Karten und Pläne können dort zukünftig ihren Platz finden. Hinweis für Besucherinnen und Besucher Voraussichtlicht Ende Oktober soll der Bezug der Fläche des Stadtarchivs abgeschlossen sein, danach kann das Archiv auch wieder uneingeschränkt seine Dienstleistungen anbieten. Bis dahin ist die Nutzung von Originalunterlagen im Hauptgebäude Worringer Straße 140 nicht möglich. Die anderen Kulturinstitute, die ebenfalls im KAP1 neue Archivflächen erhalten, wie zum Beispiel das Stadtmuseum, das Heinrich-Heine-Institut oder das Goethe-Museum werden im kommenden Jahr ihre Räume beziehen. ___________________________________________________________________________ 21. Oktober 2021 "Luxus & Lifestyle. Weimar und die weite Welt" Das Goethe-Museum Düsseldorf lädt vom 26. Oktober 2021 bis zum 20. Februar 2022 zu seiner neuen Sonderausstellung ein Besucherinnen und Besucher des Schloss Jägerhof können ab dem 26. Oktober eine Reise durch die Welt der Mode erleben. Denn dann präsentiert das Goethe-Museum seine neue Sonderausstellung "Luxus & Lifestyle. Weimar und die weite Welt". Was aber haben Weimar und Goethe mit der internationalen Modewelt zu tun? Die Antwort bietet das "Journal des Luxus und der Moden", das im Zentrum der Schau steht. Das erste Lifestyle- Magazin Deutschlands berichtete von 1786 bis 1827 über die neueste Mode aus Paris und London sowie über Einrichtungstrends und hatte seinen Verlagssitz in der kleinen Residenzstadt Weimar. Die Ausstellung präsentiert die Hefte, die auf die brandneue Mode aufmerksam machten, und zeigt am Beispiel alter und neuer Luxusgüter, wie manch ein Trend von damals das Design von heute inspiriert. Dass Mode aber nicht nur Spiegel des Zeitgeists ist, sondern auch Kulturgeschichte sichtbar macht, zeigt die Ausstellung anhand besonderer Stücke von mehr als 20 Leihgebern und aus den reichen Beständen der eigenen Sammlung. Zu sehen sind neben Kleidern und Schuhen aus vier Jahrhunderten auch Accessoires und Einrichtungsgegenstände berühmter Persönlichkeiten. Darunter Gemmenringe von Goethe und von Joseph Haydn, eine in Gold gefasste Miniatur, die Angelika Kauffmann der Herzogin Anna Amalia schenkte, Schmuck der Zarentochter Maria Pawlowna und solcher aus der Familie des Komponisten Johann Nepomuk Hummel sowie ein für Coco Chanel persönlich angefertigtes Modeschmuck-Ensemble. Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 24.Oktober, mit geladenen Gästen statt. Ab Dienstag, 26. Oktober, ist sie dann für alle Besucherinnen und Besucher geöffnet und bis zum 20. Februar 2022 zu sehen. Zum „Journal des Luxus und der Moden“ Schon vor mehr als zwei Jahrhunderten reklamierte eine Zeitschrift selbstbewusst für sich, die Annalen der Modewelt zu schreiben. Anders als man vielleicht denkt, war es jedoch nicht die "Vogue". Die mit knapp 130 Jahren noch relativ junge Zeitschrift hat die "Geschichtsschreibung" der Mode nicht begründet. Mehr als ein Jahrhundert älter als die "Vogue" ist nämlich die erste deutsche Modezeitschrift, deren erstes Heft im Januar 1786 erschien – in dem Jahr, in dem in Deutschland die letzte Kleiderordnung erlassen wurde. Eben diese Kleiderordnungen waren es gewesen, mit denen die Stände über Jahrhunderte per Gesetz scharf und für alle sichtbar voneinander abgegrenzt wurden. Ein Verständnis von Mode im heutigen Sinne als freier Ausdruck der Individualität wurde erst in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs möglich. Das Magazin, das ab dem zweiten Jahrgang unter dem Titel "Journal des Luxus und der Moden" Furore machte, war über Jahrzehnte hinweg das erfolgreichste journalistische Unternehmen Deutschlands. Die Hefte machten durch einen flammend orangefarbenen Umschlag auf sich aufmerksam, der von da an mit den Begriffen "Luxus" und "Mode" assoziiert wurde. Und das rund 150 Jahre bevor der französische Lederwarenhersteller Hermès ein solches Orange als Firmenfarbe erneut mit Luxusgütern in Verbindung brachte. Das "Journal des Luxus und der Moden" war mit seinen handkolorierten Druckgrafiken die erste Illustrierte Deutschlands. Es berichtete in der mediengeschichtlich wegweisenden Verbindung von Text und Bild nicht nur über die neuesten Damen- und Herrenmoden aus Paris, London und Wien, aus Italien sowie aus den deutschen Messestädten und Kurorten, sondern war auch Lifestyle-Magazin. Entsprechend dem Plural des Wortes "Mode" (aus frz. mode: Art) im Zeitschriftentitel behandelte das Blatt auch andere Gegenstände oder Tätigkeiten, die gerade "à la mode" waren. So informierte das Journal regelmäßig unter anderem über Tischkultur, Einrichtungstrends, über Literatur und Theater, glanzvolle politische Ereignisse, ferne Länder oder Gesellschaftsklatsch. In den gut vier Jahrzehnten seines Erscheinens von 1786 bis 1827 veröffentlichte das "Journal des Luxus und der Moden" 12.000 Textbeiträge und 1.500 Abbildungen auf 40.000 Druckseiten. Und weil es trotz der wechselvollen Zeit zwischen Revolution und Restauration Bestand hatte und mit kritischem Blick die gesellschaftlichen Veränderungen in Europa registrierte, ist es heute auch eine bedeutende kulturhistorische Quelle. Modeartikel aus der Zeit Goethes Im Bestand des Goethe-Museums Düsseldorf sind nicht nur die 42 Jahrgänge des Journals nahezu komplett überliefert, sondern zur Sammlung gehören auch zahlreiche Gegenstände der angewandten Kunst, wie sie in der Zeitschrift vorgestellt wurden, so zum Beispiel Schmuck und Accessoires, Möbel, Silber, Porzellan und Glas. Daher lag es nahe, in einer Sonderausstellung zusammen mit dem Lifestyle-Magazin der Goethezeit auch Modeartikel von damals zu präsentieren und die dreidimensionalen Objekte wiederum Luxusprodukten von heute gegenüberzustellen. Goethe über das Journal Überraschenderweise hatte das "Journal des Luxus und der Moden" seinen Verlagssitz nicht etwa in einer Metropole wie Berlin, sondern in der kleinen Residenz Weimar, die man gemeinhin als Klassikerstadt fernab vom modischen Puls der Zeit wähnt. Gegründet wurde es von dem Verleger Friedrich Justin Bertuch (1747–1822), der ein erfolgreicher Geschäftsmann und fleißiger Netzwerker war. Zum Mitherausgeber konnte er Georg Melchior Kraus (1737–1806), den Direktor der fürstlichen Zeichenschule, gewinnen, der zugleich die kunstvollen Bildtafeln entwarf. Die Informationen über das Neueste vom Neuen aus den Modezentren Europas beschafften den Herausgebern Korrespondenten im In- und Ausland. Zunächst aber mussten Bertuch und Kraus Vorurteilen vorbeugen, um ihr neues Projekt zu rechtfertigen. Die Weimarer Dichter und Denker fürchteten einen Siegeszug der Oberflächlichkeit. Wenn Goethe später auch selbst Beiträge im Journal veröffentlichte und dessen Anzeigenteil dazu nutzte, für eigene Publikationen zu werben, so war es ihm doch ein rotes Tuch: "Es ist aber als wenn alles geistreiche diesen feuerfarbenen Einband flöhe", schrieb er im Januar 1796 an Schiller. Ihr Journal, davon waren Bertuch und Kraus jedoch überzeugt, sei ein geeignetes Mittel, um eben negativen Entwicklungen neuer Trends entgegenzuwirken, denn es könne das ästhetische Urteilsvermögen schärfen. Besucherinfos Die Ausstellung im Goethe-Museum Düsseldorf, Schloss Jägerhof, Jacobistraße 2, ist dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr, samstags von 13 bis 17 Uhr sowie sonntags und feiertags von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt beträgt regulär 4 Euro, ermäßigt 2 Euro. Ab 16 Uhr sowie sonntags ist der Eintritt frei. Bitte beachten Sie die derzeit geltenden Coronaregeln: Es besteht eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Zudem gilt die 2G-Regel, sodass ein Nachweis durch Impfung oder Genesung erforderlich ist. ___________________________________________________________________________ 21. Oktober 2021 Impfmobil fährt Förderschulen in Düsseldorf an Das Impfmobil der Landeshauptstadt Düsseldorf fährt in der nächsten Woche verschiedene Förderschulen an. Interessierte können sich dort jeweils von 10 bis 13 Uhr gegen das Coronavirus impfen lassen. Am Montag, 25. Oktober, steht das Impfmobil an der Mosaikschule, Am Massenberger Kamp 45. Am Dienstag, 26. Oktober, wird die Alfred-Herrhausen-Schule, Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße 21, angefahren. An der Theodor- Andresen-Schule und der Franz-Marc-Schule, Lohbachweg 16-18, macht das Impfmobil Halt am Mittwoch, 27. Oktober. Die Martin-Luther-King-Schule, Schönaustraße 25, wird am Donnerstag, 28. Oktober, durch das Impfmobil bedient. Am Freitag, 29. Oktober, besteht die Möglichkeit zur Impfung an der Karl-Tietenberg-Schule, Lärchenweg 23. Am Samstag, 30. Oktober, wird das Impfmobil von 15 bis 18 Uhr am Kin-Top Förderungszentrum e.V., Mindener Straße 20, in Oberbilk, stehen. Impfung ohne Termin Eine Vorab-Anmeldung ist nicht nötig, es wird lediglich ein Personalausweis benötigt. Wer einen Impfausweis besitzt, sollte diesen ebenfalls mitbringen. Es werden Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen durchgeführt, dabei werden alle aktuell zugelassenen Impfstoffe angeboten. Menschen, die eine Zweit- oder Auffrischungsimpfung haben wollen, sollten den Nachweis der bisherigen Impfung(en) mit sich führen und den vorgegebenen Zeitraum für die Folgeimpfung einhalten. Für Rückfragen steht das geschulte Personal vor Ort zur Verfügung. Interessierte können sich zudem weiterhin in den Impfstellen am Hauptbahnhof und am U-Bahnhof Heinrich- Heine-Allee montags bis freitags von 10 bis 17.30 Uhr impfen lassen. ___________________________________________________________________________ 21. Oktober 2021 Ausbruchsgeschehen in drei Altenheimen festgestellt In drei Altenheimen in Düsseldorf sind vermehrt Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt worden. Im AWO Hans-Jeratsch-Haus sind mit Stand Donnerstag, 21. Oktober, zehn positive Fälle gemeldet worden, darunter neun Bewohner*innen und eine Mitarbeitende. Im DRK-Seniorenzentrum Gerresheimer Höhe, Ober-Gerresheim, liegen aktuell zwölf positive Testergebnisse von Bewohner*innen und ein positives Ergebnis eines Mitarbeitenden vor. Zudem sind zwölf Personen im "Haus Rosmarin" der Korian-Gruppe mit dem Coronavirus infiziert, darunter acht Bewohner*innen und vier Mitarbeitende. Eine positiv getesteste Bewohnerin ist verstorben. Die Infektionsgeschehen in den einzelnen Einrichtungen hatten unterschiedliche Ursachen: Eine Mitarbeitende im AWO Hans-Jeratsch-Haus wurde am 15. Oktober als erste positiv auf das Coronavirus getestet. Im DRK- Seniorenzentrum Gerresheimer Höhe wurde bei einem Bewohner, der wegen einer anderen Erkrankung im Krankenhaus aufgenommen worden ist, am 14. Oktober ein positives Testergebnis festgestellt. Im "Haus Rosmarin" wurden zunächst zwei Mitarbeitende positiv auf das Coronavirus getestet. In allen Einrichtungen wurden die Bewohner*innen und Kontaktpersonen isoliert und weitere PCR-Testungen angeordnet. Alle Infizierten befinden sich in Quarantäne. Das Gesundheitsamt und die WTG-Behörde des Amtes für Soziales sind involviert und in ständigen Gesprächen mit den Einrichtungsleitungen. Weitere PCR-Testungen laufen. ___________________________________________________________________________ 20. Oktober 2021 OB Dr. Keller bestürzt über Gewalttat in der Altstadt Drei Tage nach dem Angriff auf einen 19-Jährigen in der Altstadt ist der junge Mann gestern in einem Düsseldorfer Krankenhaus gestorben. Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller äußerte sich sichtlich bestürzt zu diesem tragischen Vorfall: "Ich bin fassungslos über diese Gewalttat, die zum Tod eines jungen Menschen geführt hat. Mein Beileid und meine Gedanken gelten den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen in dieser schweren Stunde. Ich wünsche ihnen allen viel Kraft und Zusammenhalt." ___________________________________________________________________________ 20. Oktober 2021 Spielplatz am Hermannplatz in Flingern wird saniert Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt startet die Umgestaltung des Kinderspielplatzes am Hermannplatz. Die Arbeiten beginnen am Mittwoch, 20. Oktober, und dauern voraussichtlich bis ins Frühjahr an. Für die Zeit des Umbaus bleibt der Kinderspielplatz geschlossen. Der benachbarte Bolzplatz ist weiterhin in Betrieb, auch der Wochenmarkt am Hermannplatz findet weiter statt. Es entsteht ein Motto-Spielplatz, dessen Mittelpunkt ein großes Flugzeug-Klettergerät bildet. Daneben baut das Gartenamt ein Spiel-Ferienhäuschen mit Balkon und Rutsche. Koffer und Kisten zum Klettern ergänzen den Spielplatz, ebenso wie eine weitere kleine Rutsche, drei Doppelschaukeln und eine große Sandspielfläche. Das Sanierungsprojekt ist Bestandteil des städtischen Masterplans für Kinderspielplätze. In das Bauprojekt involviert sind außerdem der Flughafen Düsseldorf und Antenne Düsseldorf, die die Umgestaltung im Zuge des Wettbewerbs "Überflieger gesucht" finanziell unterstützen. Die Überfliegeraktion von Düsseldorf Airport und Antenne Düsseldorf mit dem Ziel, Düsseldorfer zu unterstützen, die das Leben für den Nachwuchs in der Stadt auf unterschiedlichste Weisen bereichern und das Miteinander stärken, lief von August bis Oktober 2019. ___________________________________________________________________________ 19. Oktober 2021 PKW im Hafenbecken: Taucherstaffel der Feuerwehr demonstriert Bergung Was passiert, wenn ein PKW in einen See oder Fluss fährt? Diesen Notfall probten rund 15 Einsatzkräfte der Feuerwehr Düsseldorf am Dienstag, 19. Oktober, im Hafenbecken. Neben der Rettung von Menschen ist auch die Bergung des verunglückten Fahrzeugs Teil des Einsatzes, um eine Gefahr für die Umwelt zu minimieren. Solche Einsätze sind zwar selten, kommen aber vor - zuletzt Anfang 2020, als ein PKW in den Kö-Graben gefahren ist. Beim Übungsszenario eines in das Hafenbecken gestürzten Fahrzeuges ist für die Taucher und die Spezialisten der Feuerwache technische Dienste und Umweltschutz Teamwork gefragt: Während der Lokalisierung und Markierung der Position des Fahrzeugs im Wasser wird an Land die Befestigung und Bergung über den Feuerwehrkran vorbereitet. In rund vier bis zehn Metern Tiefe befestigen die Taucher Hebekissen am versunkenen Fahrzeug. Diese werden dann mit Druckluft befüllt und bringen das Auto an die Wasseroberfläche. Dort befestigen die Taucher Hebewerkzeug am Feuerwehrkran, um die rund 10 Meter Höhendifferenz zur Kaimauer zu überwinden. Taucheinsatzführer Michael Nolte: "Ist ein Mensch in einem Fahrzeug eingeschlossen, zählt bei der Befreiung aus der Zwangslage jede Sekunde. So lange das Fahrzeug noch nicht vollständig unter Wasser ist, können die Scheiben des Fahrzeuges kurze Zeit nach dem Unfall noch geöffnet werden. Wenn das Auto erst mal unter der Wasseroberfläche ist, herrschen unterschiedliche Druckverhältnisse. Da ist der Wasserdruck auf Türen und Fenster so groß, dass man nur sehr schwer ins Fahrzeuginnere gelangt." Betroffene sollten Gurte und Autofenster öffnen Im Falle eines Unfalls in Gewässern sollten Betroffene zunächst ruhig bleiben und Panik vermeiden. Nach dem Aufprall auf dem Wasser müssen alle sich im Fahrzeug befindenden Personen ihre Gurte öffnen und das Seitenfenster sowie, falls vorhanden, das Schiebedach öffnen. Das Fahrzeug kann dann durch die Fenster verlassen werden - bestenfalls vor dem Untergehen des Autos. Der Einsatzablauf im Ernstfall In Falle eines realen Notfalls rücken rund 25 Einsatzkräfte - alles ausgebildete Rettungsschimmer - zu der gemeldeten Adresse aus. Jede Feuerwache hat die notwendigste Grundausstattung immer dabei, sodass umgehend mit der Rettung der Verunglückten begonnen werden kann. Hinzukommende Feuerwehrtaucher können die Unglücksstelle mit ihrem Rettungsboot schnell erreichen und die Bergung mit ihrem Tauchequipment auch in tiefem Wasser einleiten. Beim Einsatz auf dem Rhein sendet die Feuerlöschbootstation im Hafen zusätzlich ein Feuerlöschboot und ein Rettungsboot aus. "Zur Vorbereitung auf mögliche Einsätze verfolgt die Feuerwehr seit Jahren eine intensive Aus- und Fortbildungsstrategie. Dadurch sind die Einsatzkräfte in allen notwendigen Abläufe trainiert und bestens auf die selten vorhersehbaren Einsatzlagen vorbereitet", erklärt Feuerwehrsprecher Stefan Gobbin. Hintergrund: Taucherstaffel der Feuerwehr Zum Einsatzgebiet der Feuerwehr Düsseldorf zählen neben den zahlreichen innerstädtischen Seen und Baggerseen auch der Rhein, der auf einer Gesamtlänge von 42 Kilometern durch das Stadtgebiet fließt. Dafür wurde 1998 die Taucherstaffel der Feuerwehr Düsseldorf gegründet und rückte im Jahr 2020 zu 82 Einsätzen (2019: 77 Einsätze; 2018: 98 Einsätze) aus. Zurzeit besteht die Taucherstaffel aus sieben Lehrtauchern und 43 Tauchern, von denen stets mindestens vier im Dienst sind. Stationiert sind die Taucher an der Feuer- und Rettungswache Hüttenstraße. Neben Einsätzen mit Personen in Gewässern ist die Taucherstaffel in den kalten Jahreszeiten auch auf die Rettung von Menschen, die in Eis eingebrochen sind, vorbereitet. Darüber hinaus sind die Taucher auf das Suchen und Heben von Gegenständen spezialisiert. Die acht wöchige Ausbildung zum Feuerwehrtaucher umfasst einen theoretischen Teil sowie die Ausbildung im Tauchbecken an der Feuerwehrschule beziehungsweise im Freiwasser. Hier müssen mindestens 50 Tauchgänge, von denen 40 im Freiwasser zu erfolgen haben, abgeleistet werden. Auch der Sportbootführerschein Binnen A sowie der Erwerb eines Rheinsprechfunkzeugnisses und die Ausbildung zum Strömungsretter gehören zur Ausbildung. ___________________________________________________________________________ 19. Oktober 2021 Neue Strategie soll E-Scooter-Sharing klar regeln Landeshauptstadt Düsseldorf plant Limitierung der Fahrzeuge und Erhöhung der Sondernutzungsgebühr für Anbieter Seit Mitte des Jahres 2019 können E-Scooter im öffentlichen Straßenraum der Landeshauptstadt Düsseldorf gemietet werden. Inzwischen sind fünf Anbieter in Düsseldorf vertreten, deren Gesamtflotte 12.700 Fahrzeuge (Stand: August 2021) umfasst. In der Realität brachte das neue Sharing-Angebot auch erhebliche Probleme mit sich. Die E-Scooter werden oft ordnungswidrig gefahren und verbotswidrig abgestellt. Dies beeinträchtigt insbesondere den innerstädtischen Fußgängerverkehr erheblich. Um dies zu unterbinden und störende Auswirkungen auf das Stadtbild zu verringern, besteht aus Sicht der Stadt weiterer Handlungsbedarf. Strengere Regelungen sieht deshalb eine "Scooter-Strategie für den Umgang mit E-Scooter-Sharing in Düsseldorf" vor. Sie wurde vom Amt für Verkehrsmanagement unter Beteiligung weiterer Fachämter, städtischer Töchter und Ordnungsbehörden entwickelt. Die geplanten Maßnahmen sollen am 27. Oktober dem Ordnungs- und Verkehrsausschuss (OVA) der Landeshauptstadt Düsseldorf vorgestellt und zum Beschluss vorgelegt werden. Eckpunkte der strategischen Vorgehensweise sind eine Begrenzung der Anzahl der E-Scooter (Flottenobergrenze), eine flächendeckende innerstädtische Parkverbotszone mit der Einrichtung von festen Scooter-Stationen, Kontrollen sowie die Erhöhung der Sondernutzungsgebühr. Aufteilung in zwei E-Scooter-Gebiete Vorgesehen ist eine Differenzierung der Regelungen zwischen dem Innenstadtbereich, der die Stadtteile Altstadt, Carlstadt und Stadtmitte umfasst, und dem restlichen Stadtgebiet. Im Innenstadtbereich (Gebiet A) soll das Abstellen der E-Scooter künftig nur noch auf festgelegten Stationen möglich sein. Aufgrund der geringen Flächenverfügbarkeit kann es in Einzelfällen notwendig sein, PKW-Stellplätze umzuwidmen, im Regelfall jedoch maximal ein Stellplatz pro Station. Mit dem Konzept einher geht eine Limitierung der E-Scooter im Innenstadtbereich. Zukünftig soll die Flottenobergrenze im Gebiet A auf Basis der zur Verfügung gestellten Abstellmöglichkeiten auf 1.800 Stück festgesetzt werden. Im restlichen Stadtgebiet (Scooter-Gebiet B) können die Fahrzeuge nach dem "free floating"-Prinzip überall im öffentlichen Raum abgestellt werden. Auf Flächen, die in den jeweiligen Anbieter-Apps als Parkverbotszone gekennzeichnet sind, bleibt das Abstellen verboten; ansonsten gilt die Straßenverkehrsordnung (StVO). Eine Ausnahme für das freie Abstellen bilden die Stadtteilzentren und Orte, an denen aus Gründen der Sicherheit und/oder des Straßen- oder Stadtbildes ein Verbot des "free floating"-Prinzips begründbar ist. Wie im Gebiet A sollen E-Scooter dann auch dort nur an vorgesehenen Stationen abgestellt werden. Um die Sharing-Angebote im Sinne der Verkehrswende zu erhöhen, soll es im Gebiet B ein ergänzendes Angebot an E-Scooter Stationen an ÖPNV- und SPNV-Haltestellen geben. Stationen am Rande von städtischen Grünanlagen sollen herumliegende Fahrzeuge in den Anlagen verhindern. Für das gesamte Stadtgebiet wird die Begrenzung der Gesamtflottengröße auf 6.500 Fahrzeuge festgesetzt. Abzüglich des Kontingents für das Gebiet A ergibt sich für das restliche Stadtgebiet eine Obergrenze von 4.700 E-Scootern. Die derzeit bestehenden Sondernutzungserlaubnisse für die E-Scooter-Anbieter laufen zeitnah aus. Aktuell wird die zugrundeliegende Sondernutzungssatzung überarbeitet sowie die Sondernutzungserlaubnis gemäß der in der Strategie beinhalteten Aspekte angepasst. Die neue Sondernutzungssatzung sieht unter anderem eine Erhöhung der Sondernutzungsgebühr pro Fahrzeug von 20 auf 50 Euro pro Jahr vor. Auch sollen die Anbieter dazu verpflichtet werden, die Fahrzeuge zeitnah umzuverteilen und falsch abgestellte E-Scooter zügig zu entfernen. Zur Überprüfung der E-Scooter-Verteilung wird der Stadtverwaltung künftig ein Dashboard zur Verfügung stehen. Hier werden die relevanten Mobilitätsdaten in Absprache mit den Anbietern einfließen und ausgewertet, um daraus weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Neben der Neuvergabe der Sondernutzungserlaubnisse strebt die Landeshauptstadt Düsseldorf mit den E- Scooter-Anbietern eine Vereinbarung zur freiwilligen Selbstverpflichtung an. Sie soll dazu dienen, weitere Maßnahmen zur Sicherung des ordnungsgemäßen Abstellens der E-Scooter, zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie zum Umweltschutz umzusetzen. Dazu gehören beispielsweise die Nutzung von ausschließlich emissionsfreien Fahrzeugen für den Austausch der Akkus, der Einsatz von Ordnungspersonal durch die Anbieter oder die Erprobung neuer technischer Lösungen bei der Ortung der Fahrzeuge. Flankierende Maßnahmen sollen die E-Scooter-Strategie ergänzen. Dazu zählen Schwerpunktkontrollen ebenso wie E-Scooter-Aktionstage und regelmäßige Qualitätskontrollgespräche zwischen Stadt und den Sharing- Anbietern. Über die Handlungsmöglichkeiten der Stadt Düsseldorf hinaus gibt es auf Bundesebene weiteren Klärungsbedarf hinsichtlich verschiedener Rechtsgrundlagen. Die Stadt Düsseldorf wird darauf hinwirken, dass zu Themen wie Nutzungsvoraussetzungen für Elektrokleinstfahrzeuge, Geofencing oder Differenzierungsmöglichkeiten zwischen Fahrrädern und Elektrokleinstfahrzeugem zeitnah rechtverbindliche Regelungen getroffen und bestehende Unklarheiten beseitigt werden. ___________________________________________________________________________ 18. Oktober 2021 Online-Seminar zu Fördermöglichkeiten für europäische Bürgerprojekte Europäische Werte in Düsseldorf stärken Das EUROPE DIRECT Düsseldorf veranstaltet gemeinsam mit dem EUROPE DIRECT Duisburg und der Kontaktstelle "Bürgerinnen und Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte (CERV)" am Dienstag, 26. Oktober, von 16 bis 17.30 Uhr ein Online-Seminar zu einem EU-Förderprogramm, das zivilgesellschaftliche Projekte besonders in den Fokus nimmt. Das EU-Förderprogramm "Bürgerinnen und Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte (CERV)" ist gerade für eine siebenjährige Förderperiode gestartet. Mit mehr als 1,5 Milliarden Euro an Fördermitteln ist es im Begriff, eines der wichtigsten Finanzinstrumente der EU zur Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Organisationen, Kommunen und anderen Akteuren zu werden. Das Programm ist in vier Aktionsbereiche unterteilt, in denen Projektanträge gestellt werden können: "Unionswerte", "Gleichstellung, Rechte und Geschlechtergleichstellung", "Bürgerschaftliches Engagement und Partizipation" sowie "Gewaltprävention". Das Online-Seminar von EUROPE DIRECT Düsseldorf gibt einen Überblick über die Fördermöglichkeiten im neuen Programm. Das Angebot richtet sich an Organisationen, Initiativen, Vereine und alle, die Interesse an europäischem Austausch haben. Das Seminar findet über Zoom statt, um Anmeldung per Mail wird daher an europe-direct@duesseldorf.de gebeten. Das ursprünglich für den 7. September 2021 geplante Seminar musste verschoben werden und wird hiermit nachgeholt. Hintergrund: EUROPE DIRECT Düsseldorf Das EUROPE DIRECT Düsseldorf gehört zum Informationsnetzwerk der Europäischen Kommission und ist seit 2018 im Büro des Oberbürgermeisters angesiedelt. Das Informations- und Veranstaltungsangebot des EUROPE DIRECT richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Bildungseinrichtungen und Unternehmen. Vor Ort in Düsseldorf werden zahlreiche Veranstaltungen zu EU-Themen, Studienreisen zu den EU-Institutionen, Workshops für Schülerinnen und Schüler und vieles mehr angeboten. Zudem vergibt das EUROPE DIRECT Düsseldorf Zuschüsse an Bürgerinnen und Bürger, die eigene Kleinprojekte mit Europa-Bezug organisieren. Weitere Informationen unter: www.duesseldorf.de/europedirect, bei Facebook unter www.facebook.com/europedirectduesseldorf/ oder via Newsletter (Anmeldung über eine E-Mail an europe- direct@duesseldorf.de). ___________________________________________________________________________ 18. Oktober 2021 Erinnerung an den Beginn der Deportationen im Herbst 1941 Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, der Erinnerungsort Alter Schlachthof sowie die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit laden zu einer dreiteiligen Vortragsreihe ein Vor 80 Jahren, im Oktober 1941, begannen die Deportationen deutscher Jüdinnen und Juden "nach Osten". Mit einer dreiteiligen Vortragsreihe und einer Serie in den Sozialen Netzwerken erinnern die Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Erinnerungsort Alter Schlachthof an der Hochschule Düsseldorf und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf an den Herbst 1941, an die Betroffenen und Opfer, aber auch an die Täter, die Profiteure und Zuschauer. Die drei Vorträge finden in der Berger Kirche an den historischen Jahrestagen und in Verbindung mit den diesjährigen "Aktionswochen gegen Antisemitismus" statt. Die Gestapo ließ im Herbst 1941 in einer ersten "Welle" bis zum Jahreswechsel zehntausende Menschen in Ghettos und Lager im besetzten Polen oder in der Sowjetunion verschleppen. Die meisten dieser Menschen sahen ihre Heimat nie wieder: Sie wurden in den Ghettos eingepfercht und zur Zwangsarbeit herangezogen. Ab Frühjahr 1942 begannen dann die Deportationen von den Ghettos aus zu den Vernichtungsstätten. Die ersten drei Transporte, die ihren Ausgangspunkt in Düsseldorf hatten und über den städtischen Schlachthof und den Güterbahnhof im Stadtteil Derendorf abgewickelt wurden, führten in die Ghettos in Łódź, Minsk und Riga. Diese Deportationen fanden im Oktober, November und im Dezember 1941 statt und betrafen 3.002 jüdische Menschen aus dem ganzen Regierungsbezirk Düsseldorf. Zur Vortragsreihe Die drei Vorträge finden jeweils um 18 Uhr in der Berger Kirche, Wallstraße 17, statt: Mittwoch, 27. Oktober Vortrag von Hildegard Jakobs: "Deportiert nach Łódź am 27. Oktober 1941" Über die erste Deportation berichtet Hildegard Jakobs, die stellvertretende Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf. Sie hat über diesen Transport ein langjähriges Forschungsprojekt zusammen mit Angela Genger geleitet. Sie sind den Spuren der Deportierten gefolgt und haben Fotografien, Briefe und Dokumente zusammengetragen. Vorgeschichte und Ablauf des Transports, die Ankunft und die Eingewöhnung an die Verhältnisse im Ghetto, Unterkunft, Versorgung und Arbeitsalltag werden anschaulich geschildert. Anhand konkreter biographischer Beispiele, beispielsweise Rabbiner Klein und seiner Frau Lilli, wird der Blick auf die betroffenen Menschen, ihr Leid, ihre Überlebenshoffnungen und ihre individuellen Lebensumstände in der Zwangsgemeinschaft des Ghettos gelenkt. So entsteht ein eindringliches Zeugnis des Völkermordes an der jüdischen Bevölkerung, der auch in Düsseldorf seinen Ausgang nahm. Bürgermeisterin Clara Gerlach wird ein Grußwort sprechen. Donnerstag, 10. November Vortrag von Dr. Bastian Fleermann: "Deportiert nach Minsk: Der Transport vom 10. November 1941 in die weißrussische Hauptstadt" Der Vortrag von Dr. Bastian Fleermann erläutert die Umstände der zweiten großen Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus dem Regierungsbezirk. Dieser fand am 10. November 1941 statt und betraf 992 Menschen aus den drei Städten Düsseldorf, Essen und Wuppertal. Das 2012 aufgetauchte, recht umfangreiche Verlaufsprotokoll ("Bericht über Judenevakuierung") eines Düsseldorfer Schutzpolizeioffiziers, der mit seinen Beamten den Transport begleitete und bewachte, ermöglicht als unmittelbare Quelle Einblicke in den Ablauf und die Organisation einer solchen Verschleppung aus Sicht eines beteiligten Täters. Mittwoch, 8. Dezember Vortrag von Dr. Joachim Schröder: "Verschleppt nach Riga: Die Deportation am 11. Dezember 1941" In seinem Vortrag berichtet Dr. Joachim Schröder, Leiter des Erinnerungsortes Alter Schlachthof, über den Verlauf der dritten Massendeportation aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf. Sie nahm, wie die ersten beiden Deportationen, am Düsseldorfer Schlachthof ihren Ausgang. Die Gestapo verschleppte 1.007 Jüdinnen und Juden, überwiegend aus dem linksrheinischen Gebiet, in das Ghetto in Riga. Der Transport hat es durch den überlieferten, zynischen Bericht des Polizei-Offiziers Salitter, der ihn mit seinen Beamten überwachte, zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Anhand verschiedener Augenzeugenberichte von Überlebenden wie Hilde Sherman-Zander, Sophie Nathan, Liesel Ginsburg, Irene Dahl, Ilse Rübsteck und anderen wird das Leben und Überleben im Ghetto von Riga anschaulich geschildert. Der Eintritt ist für alle drei Präsenz-Veranstaltungen frei. Eine vorherige Anmeldung ist aufgrund der begrenzten Teilnehmendenzahl erforderlich und telefonisch unter 0211-8996205 oder via E-Mail an nicole.merten@duesseldorf.de möglich. Bitte beachten: Es gilt die "2G-Regel": Für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Social-Media-Aktion Gemeinsam mit dem Erinnerungsort Alter Schlachthof hat die Mahn- und Gedenkstätte zudem eine Aktion auf ihren Social-Media-Kanälen gestartet: Seit Ende August läuft dort die Serie "Deportiert 1941". Auf Instagram und Facebook können die Userinnen und User mithilfe der Serie bis zum 15. Dezember den Weg von drei Familien (Familie Klein, Familie Herz und Familie Nathan) nachvollziehen, die in die Ghettos Lodz, Minsk und Riga verschleppt wurden. Auf Facebook unter de-de.facebook.com/MahnundGedenkstaetteDuesseldorf/ und über Instagram unter "mahn_und_gedenkstaettedus". Weitere Infos zur "Aktionswoche gegen Antisemitismus" gibt es unter www.aktionswochen-gegen- antisemitismus.de ___________________________________________________________________________ 18. September 2021 Halloween: Schlossgeister im SchifffahrtMuseum An Halloween öffnet das SchifffahrtMuseum zu ungewohnter Stunde. Wie man in Düsseldorf seit jeher munkelt, soll es im Schlossturm spuken - und das schon in normalen Nächten. Wer alles durch den Schlossturm geistert, können Kinder ab 6 Jahren am Sonntag, 31. Oktober, von 19 bis 20 Uhr im SchifffahrtMuseum Düsseldorf, Burgplatz 30, entdecken. Nach Ende der Öffnungszeiten des SchifffahrtMuseums können die Kinder, ausgestattet mit Taschenlampen, die Räumlichkeiten des letzten verbliebenen Turmes des alten Düsseldorfer Schlosses erkunden und den gruseligen, aber wahren Geschichten der Geister lauschen. Die Teilnahmegebühr beträgt 7,50 Euro, es fällt kein zusätzliches Eintrittsentgelt an. Um Voranmeldung unter der Telefonnummer 0211-8994195 oder per Mail an schifffahrtmuseum@duesseldorf.de wird gebeten. Im Museumsgebäude besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Für die Veranstaltung gilt die "2G-Regel" - für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Ausgenommen hiervon sind Kinder unter 6 Jahren und Schüler bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 Außergewöhnliche Erfolge der Einsatzkräfte des OSD Außergewöhnliche Erfolge für den Ordnungs- und Servicedienst (OSD) am Donnerstag, 14. Oktober: In den frühen Abendstunden wurden Einsatzkräfte des OSD in der Altstadt von zwei Damen angesprochen, weil sie von einem ihnen unbekannten Mann fotografiert worden seien. Der Tatvorwurf wurde von einem unabhängigen Zeugen bestätigt. Es bestand der Verdacht, dass der Betroffene von verschiedenen Frauen jeweils das Gesäß fotografiert habe. Der Betroffene konnte von den Einsatzkräften anhand der Beschreibung der Damen ermittelt und angesprochen werden. Mit den Vorwürfen konfrontiert, zeigte er sich äußerst aggressiv. Auf dem Weg zur Polizeiinspektion beleidigte er die Einsatzkräfte des OSD und leistete Widerstand. Nach Sicherstellung der Kamera wurde durch die Landespolizei Strafanzeige erstattet. Wegen der Beleidigungen und des Widerstandes gegen Vollzugsbedienstete erwartet den Betreffenden ebenfalls eine Anzeige. Im weiteren Verlauf des Abends wurde eine andere Streife des OSD in der Nähe des Hauptbahnhofs auf einen Wildpinkler aufmerksam. Im Rahmen der Personalienfeststellung zog der Betroffene unerwartet mehrere Portemonnaies hervor. Obwohl diese offensichtlich nicht ihm gehören konnten, konnte er zur Herkunft keine Angaben machen. Aufgrund des Verdachts, dass es sich um Diebesgut handeln könnte, wurde der Betroffene zunächst zum Dienstgebäude mitgenommen. Bei der anschließenden Durchsuchung wurde zudem ein gestohlenes Handy gefunden. Maßnahme und Beschuldigter wurden der Landespolizei übergeben. Das Gewerbeteam des OSD stellte darüber hinaus in einer Shishabar in der Innenstadt fest, dass dort trotz bereits erfolgter Untersagung weiterhin Shishas zubereitet und zum Konsum angeboten wurden. Auch der Konsum von Shishas konnte festgestellt werden. Die Shishabar wurde nach Belehrung des Inhabers und sofortiger Schließung versiegelt. ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 Ein Ort für die Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt: Kunstwerk von Claus Richter enthüllt Anlässlich des CSD 2021 wurde das Werk von OB Dr. Keller, der Kunstkommission, dem "LSBTIQ+ Forum Düsseldorf" und dem Künstler präsentiert Die Landeshauptstadt setzt ein weiteres starkes Zeichen für die Vielfalt und den Respekt in Düsseldorf und gegen Hass und Ausgrenzung: Auf der Wiese zwischen dem "KIT – Kunst im Tunnel" und dem "Apollo Varieté" an der Rheinkniebrücke wurde nun ein Ort für die Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt realisiert. Zentrum ist das Werk des Künstlers Claus Richter. Anlässlich des diesjährigen Christopher Street Day (CSD), der vom 15. bis 17. Oktober stattfindet, wurde das Werk von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller gemeinsam mit Heike van den Valentyn von der Kunstkommission Düsseldorf, Gabriele Bischoff vom "LSBTIQ+ Forum Düsseldorf" und dem Künstler Claus Richter am heutigen Freitag, 15. Oktober, enthüllt. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "Düsseldorf ist eine weltoffene, bunte und tolerante Stadt. Hierher passt das Kunstwerk für die Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Mit diesem Ort gedenken wir der Diskriminierung von Lesben, Schulen und trans*Menschen und schaffen gleichzeitig ein sichtbares Symbol für die Vielfalt in der Landeshauptstadt. Ich hoffe auch auf eine Strahlkraft: Dieser Ort soll uns alle immer wieder daran erinnern, dass ein vielfältiges und tolerantes Miteinander keine Selbstverständlichkeit ist. So soll es jede und jeden dazu ermutigen, sich dafür einzusetzen, für gegenseitigen Respekt und Akzeptanz einzutreten - und Hass und Diskriminierung damit entschieden entgegenzutreten." Gabriele Bischoff: "Auch in einhundert Jahren werden die nachfolgenden Generationen noch wissen, was mit diesen vier Figuren hier am Rhein gesagt werden soll: Wir stehen hier, weil es Menschen gibt, die sich dafür eingesetzt haben, dass Lieben und Begehren nicht darauf beschränkt wird, dass eine Frau einen Mann liebt und begehrt, sondern ein Mensch einen anderen Menschen. Und dass es mehr als zwei Geschlechter gibt." Künstler Claus Richter: "Die Figuren der Skulpturengruppe halten sich alle an den Händen. Sie sind vereint, und das hat etwas sehr humanistisches für mich. Das ist eine Utopie, die nur ab und zu aufleuchtet, aber dann umso stärker und schöner. So kitschig das klingt: Es geht um die Kraft der Gemeinschaft.“ Heike van den Valentyn, Vorsitzende der Kunstkommission: "Dank sei der ersten Kunstkommission Düsseldorf gesagt, die den Prozess in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Protagonist*innen, unter anderem dem Düsseldorfer LSBTIQ+ Forum, der Mahn- und Gedenkstätte, dem Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung sowie dem Oberbürgermeister Stefan Keller und seinem Vorgänger Thomas Geisel, begleitet, getragen und umgesetzt hat. Ich freue mich, dass die Landeshauptstadt Düsseldorf mit dem Werk von Claus Richter ein weithin sichtbares künstlerisches Zeichen für eine vielfältige und tolerante Gesellschaft setzt." Zum Projekt Viele Jahre lang gab es den großen Wunsch, in Form eines Denkmals im öffentlichen Raum der Diskriminierung von Lesben, Schwulen und trans*Menschen zu gedenken. Die Kunstkommission wurde im Sommer 2018 vom Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf beauftragt, einen offenen Wettbewerb für die Realisierung des Erinnerungsortes in Rheinnähe zwischen Rheinkniebrücke und Oberkasseler Brücke durchzuführen. Vorangegangen war bereits ein Werkstatttag im März 2018 in der Mahn- und Gedenkstätte, bei welchem erste Vorstellungen zu einem Gedenkort in der Stadt ausgetauscht wurden. Für den Erinnerungsort hatte die dem Kulturdezernat zugeordnete Kunstkommission Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem "LSBTIQ+ Forum Düsseldorf" einen zweiphasigen und anonymen Wettbewerb ausgelobt. Insgesamt waren 14 Künstlerinnen und Künstler eingeladen worden, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Im April 2019 fand eine öffentliche Informationsveranstaltung in der Kunsthalle statt, um über den Stand der Dinge und die jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Wettbewerb zu informieren. 40 Kunstschaffende und Interessierte waren der Einladung gefolgt. Im Mai 2020 Stand dann der Siegerentwurf fest: Der Entwurf "Ein seltsam klassisches Denkmal" von Claus Richter, eine lebensgroße Figurengruppe aus Bronze, konnte sich durchsetzen. Im März dieses Jahres beschloss der Rat der Landeshauptstadt den Standort des Werkes auf der Wiese zwischen dem "KIT – Kunst im Tunnel" und dem "Apollo Varieté". Zum Kunstwerk Das Werk von Claus Richter bildet eine Figurengruppe, die die Hände zum Teil zu Fäusten geballt oder mit Victory-Zeichen empor streckt. Die Gruppe steht vereint auf einem Stufensockel aus Beton. Die vier Figuren symbolisieren alle Spektren sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Ergänzt wird das Werk um eine Tafel mit folgender Inschrift: "Ort für die Erinnerung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Dieser Ort ist den Lesben, Schwulen, Bisexuellen und trans* Menschen gewidmet, die Opfer von Gewalt, Verfolgung und Diskriminierung in Düsseldorf wurden. Und all denen, die in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt einstanden und einstehen." Claus Richter, geboren 1971 in Lippstadt, hat an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach studiert. Er lebt und arbeitet in Köln. ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 Hetjens - Deutsches Keramikmuseum Vortrag: "160 Jahre Düsseldorf-Japan" Vom kurzen Bahnhofshalt zum Japan-Zentrum in Deutschland Anlässlich des 160-jährigen Jubiläums der deutsch-japanischen Freundschaft lädt das Hetjens - Deutsches Keramikmuseum, Schulstraße 4, am Mittwoch, 20. Oktober, 18.30 Uhr, zum Vortrag: "Vom kurzen Bahnhofshalt zum Japan-Zentrum in Deutschland: 160 Jahre Düsseldorf-Japan" von Ruth Jäschke, wissenschaftliche Mitarbeiterin am EKO-Haus der Japanischen Kultur, ein. Als die Takeuchi-Mission 1862 das Rheinland besuchte, hielt sie sich, von Einheimischen neugierig bestaunt, nur rund zwei Stunden zum Einnehmen einer Mahlzeit am Bahnhof Düsseldorf auf, ehe sie nach Köln weiterreiste. Erst rund 100 Jahre später entstand in Düsseldorf – inzwischen Landeshauptstadt Nordrhein- Westfalens – als "Schreibtisch des Ruhrgebiets" allmählich eine umfangreiche japanische Infrastruktur und die bis heute größte japanische Gemeinde in Deutschland. Der Vortrag beleuchtet bekannte und weniger bekannte Stationen dieser Entwicklung anhand zahlreicher Bildmaterialien und anderer Zeitzeugnisse und vermittelt einen kurzweiligen und vielfältigen Einblick in die deutsch-japanischen Beziehungen in und um Düsseldorf. Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur aktuellen Studioausstellung "Im Tau des Morgens – Highlights japanischer Keramik aus 160 Jahren", die noch bis zum 6. Februar 2022 zu sehen ist. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist telefonisch unter 0211-8994210 erforderlich. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Hinweis: Das Hetjens ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr sowie mittwochs bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Sonntags ist der Eintritt für alle frei. Im Gebäude besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Für diese Veranstaltung gilt die "2G-Regel": Für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Für den regulären Museumsbesuch ist ein Test- oder Immunisierungsnachweis erforderlich (3G). ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 2G-Regel gilt nun auch für den Besuch städtischer Kultureinrichtungen Die Regelung gilt ab dem 1. November in den Kulturinstituten/ Ausnahmen bilden die VHS, die Clara- Schumann-Musikschule und die Stadtbüchereien Seit dem 1. Oktober gilt für Veranstaltungen, zu denen die Landeshauptstadt Düsseldorf als Veranstalterin einlädt, die 2G-Regel: Volljährige Teilnehmende müssen so eine Immunisierung durch eine vollständige Impfung oder Genesung nachweisen. Diese Regelung gilt ab dem 1. November nun auch - außerhalb von Veranstaltungen - für den regulären Besuch von städtischen Kultureinrichtungen. VHS, Musikschule und Stadtbüchereien Für die Volkshochschule und die Clara-Schumann-Musikschule greift, da es sich hierbei um Bildungseinrichtungen handelt, die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet). Kundinnen und Kunden der Stadtbüchereien müssen für die Bibliotheksnutzung keinen Nachweis erbringen - analog wie z.B. beim Einkauf. Lesungen und ähnliches in den Stadtbüchereien gelten als Veranstaltung, bei denen dann wiederum die 2G- Regelung gilt. Grundsätzlich gilt weiterhin nach der Coronaschutzverordnung NRW - unabhängig von einer 2G- oder 3G- Regelung - die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Hierauf kann jedoch an festen Sitz- und Stehplätzen verzichtet werden. Ausnahmen gelten für Kinder und Jugendliche Kinder bis zum Schuleintritt benötigen keinen Test. Außerhalb der Ferien, also während des normalen Schulbetriebs, gelten Kinder und Jugendliche als "Schülerinnen und Schüler mit Schultestungen" und benötigen deshalb keinen Immunisierungs- oder Testnachweis. Der Schülerausweis gilt als Nachweis. Bei Schülerinnen und Schülern ab 16 Jahren wird der Immunisierungs- oder Testnachweis durch eine Bescheinigung der Schule ersetzt. Für den Zeitraum der Ferien, in dem keine Schultestungen stattfinden, ist jedoch ein negativer Testnachweis bzw. ein Impf- oder Genesungsnachweis erforderlich. Für erwachsene Personen, die aus medizinischen Gründen nicht gegen Covid geimpft werden können und dies durch Vorlage eines ärztlichen Attests nachweisen, findet die 3G-Regel Anwendung. Sie haben einen entsprechenden Schnell- oder PCR-Test vorzulegen. ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 Fahrradfreundliche Gestaltung der Grafenberger Allee geht weiter Bauarbeiten an den Einmündungen Grimmstraße und Irmgardstraße Ab Montag, 18. Oktober, erfolgen weitere Aufpflasterungen entlang der Grafenberger Allee, um die dort verlaufende wichtige Radverkehrsachse fahrradfreundlicher zu gestalten. Die Grimmstraße sowie die Irmgardstraße zählen zu den insgesamt sechs einmündenden Nebenstraßen, die zur Optimierung des Radverkehrs aufgepflastert werden. Während der Bauzeit kommt es dort zu verkehrlichen Einschränkungen. Grimmstraße Die Grimmstraße wird für die Bauphase von der Grafenberger Allee aus abgebunden und zur Sackgasse (Zu- und Ausfahrt über die Vautierstraße; die Einbahnstraßenregelung wird temporär aufgehoben). Eine Umleitung für den fahrenden Verkehr wird mittels Beschilderung ausgewiesen. In diesem Zeitraum ist mit verkehrlichen Einschränkungen zu rechnen. Die Zufahrten und Zugänge zu den Hauseingängen werden zu jeder Zeit gewährleistet. Irmgardstraße Auch die Irmgardstraße wird von der Grafenberger Allee aus abgebunden und bis zur Margaretenstraße zur Sackgasse (Zu- und Ausfahrt über die Altenbergstraße). Eine Umleitung für den fahrenden Verkehr wird ausgeschildert. In diesem Zeitraum ist mit verkehrlichen Einschränkungen zu rechnen. Die Zufahrten und Zugänge zu den Hauseingängen werden zu jeder Zeit gewährleistet. Planmäßig sollen die Umbauarbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Hintergrund "Insgesamt wurden sechs Aufpflasterungen entlang der Grafenberger Allee geplant. An der Gehrtsstraße und Engerstraße wurden die Arbeiten bereits abgeschlossen. Neben den gerade begonnenen Umbauarbeiten an der Grimmstraße und Irmgardstraße soll auch die Einmündung an der Neanderstraße umgebaut werden. Hier laufen die Bauarbeiten bereits, und neben der Aufpflasterung wird hier der vorhandene Radweg auf einer Länge von rund 150 Metern saniert", erklärt Florian Reeh, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement. Auch im kommenden Jahr sollen weitere Bauarbeiten erfolgen. "An der Achenbachstraße geht es dann Anfang 2022 los, sobald an dieser Stelle die Kanalbauarbeiten des Stadtentwässerungsbetriebs abgeschlossen sind", betont Reeh. Aufgrund der komplexen Gegebenheiten, die die Straße mit sich bringt, kann der fahrradfreundliche Ausbau nur abschnittsweise realisiert werden. Weitere Planungen laufen bereits, wie beispielsweise im Rahmen des barrierefreien Ausbaus der Haltestelle Schlüterstraße. Weiter im News-Archiv
___________________________________________________________________________ 27. Oktober 2021 60 Jahre Arbeitnehmeranwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei Erinnerungsprogramm mit Vorträgen und Musik am 30. Oktober im Stadtmuseum Zum 60. Mal jährt sich am 30. Oktober das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei. Aus diesem Anlass erinnern der Verein Mosaik e.V. und das Stadtmuseum Düsseldorf am Samstag, 30. Oktober, bei einer gemeinsamen Veranstaltung an diesen Tag. Gäste sind herzlich willkommen und können ein rundes Programm mit Vorträgen und Musik erwarten. Die Veranstaltung im Stadtmuseum, Berger Allee 2, beginnt um 18 Uhr (Einlass ab 17.30 Uhr) und wird unterstützt durch das kommunale Integrationszentrum der Landeshauptstadt Düsseldorf. Am 30. Oktober 1961 wurde das Anwerbeabkommen unterzeichnet. Deutschland benötigte Arbeitskräfte, und in der Türkei waren viele Menschen bereit, vorübergehend in Deutschland zu arbeiten. Heute leben rund drei Millionen türkeistämmige Mitbürgerinnen und Mitbürger in Deutschland. Als Referenten wurden eingeladen Nihat Öztürk (Mosaik e.V.), Dr. Necmi Sönmez und Hasan Özen. Für das musikalische Programm sorgt Noyan Dalgic am Klavier. Nihat Öztürk (Mosaik e.V.) wurde 1973 als Arbeiter angeworben, studierte später Soziologie und Sozialökonomie als Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung in Hamburg. Lange Jahre war er als Geschäftsführer der IG Metall Düsseldorf-Neuss tätig. Er wird auf besonders wichtige Etappen der Einwanderung eingehen sowie Konflikte und Anerkennungskämpfe im Kontext der Arbeitsmigration schildern. Dr. Necmi Sönmez absolvierte ein Studium der Kunstgeschichte in Mainz, Paris, Newcastle und Frankfurt. Aktuell beschäftigt er sich als Kurator im Rahmen des Jubiläums des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei mit diversen kulturellen und künstlerischen Aktivitäten, darunter mit dem "Denkmal des Gastarbeiters“ im Ruhrmuseum Essen. Er wird über die Idee und die Entwürfe dieses "Gastarbeiter-Denkmals", das auf dem Gelände des Ruhr Museums in Essen als Würdigung der Arbeits-und Integrationsleistungen türkischer Arbeitsmigrant*innen errichtet werden soll, berichten. Als Ehrengast wurde Hasan Özen eingeladen. Er ist türkischer Arbeitsmigrant der ersten Generation, engagierter Gewerkschafter und Träger des Bundesverdienstkreuzes, aus Duisburg. Um Anmeldung wird gebeten unter Angabe von Vor- und Nachnamen sowie Telefonnummer bis zum 28. Oktober an: seidabei@mosaikev.de Hinweis: Für diese Veranstaltung gilt die "2G-Regel". Für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Bitte beachten Sie auch die Maskenpflicht im Gebäude. Weitere Informationen unter 0211-8996170. ___________________________________________________________________________ 26. Oktober 2021 Baumfällungen im "Heerdterhof-Garten" Das Wohnquartier "Heerdterhof-Garten" befindet sich nördlich des Albertussees in Heerdt und umfasst die dort vorhandenen Frei- und Grünflächen. Zur Realisierung des städtebaulichen Projekts sind Baumfällungen notwendig. In der Grünfläche müssen innerhalb dieser und der kommenden Woche sieben Bäume gefällt werden. Darüber hinaus wird die Bepflanzung auf einer Fläche von rund 900 Quadratmeter entfernt - hier stehen vorwiegend Sträucher. Bei der Fläche handelt es sich um eine vormals öffentliche Grünanlage, die ein privater Investor im Rahmen des Bauvorhabens "Heerdterhof-Garten" von der Stadt erworben hat. Im Zuge des Bauprojekts werden durch den Bauherrn insgesamt 133 Bäume gepflanzt sowie weitere Begrünungsmaßnahmen durchgeführt. ___________________________________________________________________________ 26. Oktober 2021 Glasfaserausbau der Telekom in Düsseldorf liegt voll im Plan Nach dem offiziellen Spatenstich im März 2021 hat die Deutsche Telekom am Dienstag, 26. Oktober, bei einem Treffen im Rathaus mit dem Dezernenten für Digitalisierung, Dr. Michael J. Rauterkus, einen Einblick in den Stand der Planungen und Ausbauarbeiten gegeben. Beide Parteien hatten bereits im Dezember 2020 eine entsprechende Absichtserklärung für den Glasfaserausbau unterzeichnet. Zunächst sollen bis Ende 2022 direkte Glasfaseranschlüsse für fast 42.000 Haushalte in den Stadtteilen Düsseltal, Flingern-Nord und Oberbilk entstehen. Damit werden Bandbreiten von bis zu 1 Gbit/s (Gigabit pro Sekunde) möglich. Der Glasfaserausbau durch die Telekom in Düsseldorf soll auch in den kommenden Jahren weitergehen. Die Ausbaukosten trägt allein die Telekom. Im Zuge der Arbeiten wird die Telekom rund 580 Kilometer Glasfaserkabel verlegen und 80 Glasfasernetzverteiler aufstellen. Dabei wird in einzelnen Straßenabschnitten vorgegangen: Sobald ein Abschnitt fertiggestellt ist, können die Anlieger die neu gebauten Glasfaserabschlüsse buchen und nutzen. Die Hauszuführungen werden taggleich geöffnet und verschlossen, um Beeinträchtigungen für die Bewohnerinnen und Bewohner so gering wie möglich zu halten. Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, äußert sich dazu positiv: "Ich freue mich, dass die Telekom ihr Netz in Düsseldorf weiter ausbaut und damit begonnen hat, modernste Glasfaser-Technik bis in die Häuser hinein aufzurüsten. Alle brauchen schnelles Internet - ansässige Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger und auch die Stadt, die mit ihren Services immer digitaler wird. Diese Erfahrung haben wir gerade erst in der Corona-Pandemie machen müssen bei Home Office, Home Schooling oder Videokonferenzen." Auch für Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom Deutschland GmbH, steht das Ausbauprojekt in der Landeshauptstadt weit oben auf der Agenda: "Unser Glasfaserausbau in Düsseldorf liegt voll im Plan. Dank der guten Zusammenarbeit mit den beteiligten Ämtern können wir unsere Leitungen im Stadtgebiet mit innovativen Baumethoden verlegen. Das spart Zeit und Aufwand und bringt das Glasfasernetz noch schneller zu unseren Kundinnen und Kunden." Der Weg zum neuen Anschluss Bürgerinnen und Bürger, die im Ausbaugebiet wohnen und sich für einen Glasfaser- Hausanschluss entscheiden, können sich bereits jetzt registrieren. Im Falle eine Mietwohnung ist hierzu die Angabe des Hauseigentümers oder der Hausverwaltung erforderlich. Auch Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer selbst können sich registrieren, um ihre Immobilie mit einem Glasfaseranschluss aufzuwerten. Der Telekom-Hausanschluss für die Glasfaserleitung ist im Aktionszeitraum auch ohne Vertragsabschluss kostenfrei. Informationen zu Registrierung, Verfügbarkeit und Tarifen sind erhältlich unter www.telekom.de/glasfaser-Duesseldorf oder bei der Hotline 08002266100 (kostenfrei). ___________________________________________________________________________ 26. Oktober 2021 Vor 80 Jahren: Vortragsreihe erinnert an den Beginn der Deportationen im Herbst 1941 Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, der Erinnerungsort Alter Schlachthof sowie die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit laden zu der Veranstaltungsreihe ein Vor 80 Jahren, im Oktober 1941, begannen die Deportationen deutscher Jüdinnen und Juden "nach Osten". Die Gestapo ließ im Herbst 1941 in einer ersten "Welle" bis zum Jahreswechsel zehntausende Menschen in Ghettos und Lager im besetzten Polen oder in der Sowjetunion verschleppen. Die ersten drei Transporte, die ihren Ausgangspunkt in Düsseldorf hatten und über den städtischen Schlachthof und den Güterbahnhof im Stadtteil Derendorf abgewickelt wurden, führten in die Ghettos in Łódź, Minsk und Riga. Diese Deportationen fanden im Oktober, November und im Dezember 1941 statt und betrafen 3.002 jüdische Menschen aus dem ganzen Regierungsbezirk Düsseldorf. Mit einer dreiteiligen Vortragsreihe erinnern die Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Erinnerungsort Alter Schlachthof an der Hochschule Düsseldorf und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf an den Herbst 1941, an die Betroffenen und Opfer, aber auch an die Täter, die Profiteure und Zuschauer. Die drei Vorträge finden in der Berger Kirche an den historischen Jahrestagen und in Verbindung mit den diesjährigen "Aktionswochen gegen Antisemitismus" statt. Bei einem Pressegespräch am Dienstag, 26. Oktober, informierten die Veranstalterinnen und Veranstalter über die historischen Hintergründe und die Veranstaltungsreihe. Als Gesprächspartnerinnen und -partner vor Ort waren Dr. Bastian Fleermann, Hildegard Jakobs und Astrid Hirsch-von Borries von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf sowie Dr. Joachim Schröder vom Erinnerungsort Alter Schlachthof. Dr. Bastian Fleermann, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf: "Wir erinnern mit diesen Veranstaltungen an die Opfer der damaligen Deportationen. Der Holocaust begann als ein geplantes und von vielen Beteiligten organisiertes Verbrechen inmitten unserer Städte. Die Landeshauptstadt und die Hochschule Düsseldorf dokumentieren gemeinsam, dass dies auch hier bei uns in Düsseldorf der Fall war." Dr. Joachim Schröder, Leiter des Erinnerungsortes Alter Schlachthof: "Die Deportationen bildeten den vorläufigen Abschluss eines langen Prozesses der Entrechtung der jüdischen Bürgerinnen und Bürger. Es war eine Verschleppung ins Ungewisse, und die Ankunft im Ghetto war für alle ein schwerer Schock. Nur sehr wenige überlebten den Holocaust." Die drei Vorträge finden jeweils um 18 Uhr in der Berger Kirche, Wallstraße 17, statt: Mittwoch, 27. Oktober (Bereits ausgebucht) Vortrag von Hildegard Jakobs: "Deportiert nach Łódź am 27. Oktober 1941" Über die erste Deportation berichtet Hildegard Jakobs, die stellvertretende Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf. Sie hat über diesen Transport ein langjähriges Forschungsprojekt zusammen mit Angela Genger geleitet. Sie sind den Spuren der Deportierten gefolgt und haben Fotografien, Briefe und Dokumente zusammengetragen. Vorgeschichte und Ablauf des Transports, die Ankunft und die Eingewöhnung an die Verhältnisse im Ghetto, Unterkunft, Versorgung und Arbeitsalltag werden anschaulich geschildert. Anhand konkreter biographischer Beispiele, beispielsweise Rabbiner Klein und seiner Frau Lilli, wird der Blick auf die betroffenen Menschen, ihr Leid, ihre Überlebenshoffnungen und ihre individuellen Lebensumstände in der Zwangsgemeinschaft des Ghettos gelenkt. So entsteht ein eindringliches Zeugnis des Völkermordes an der jüdischen Bevölkerung, der auch in Düsseldorf seinen Ausgang nahm. Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke wird ein Grußwort sprechen. Donnerstag, 10. November Vortrag von Dr. Bastian Fleermann: "Deportiert nach Minsk: Der Transport vom 10. November 1941 in die weißrussische Hauptstadt" Der Vortrag von Dr. Bastian Fleermann erläutert die Umstände der zweiten großen Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus dem Regierungsbezirk. Dieser fand am 10. November 1941 statt und betraf 992 Menschen aus den drei Städten Düsseldorf, Essen und Wuppertal. Das 2012 aufgetauchte, recht umfangreiche Verlaufsprotokoll ("Bericht über Judenevakuierung") eines Düsseldorfer Schutzpolizeioffiziers, der mit seinen Beamten den Transport begleitete und bewachte, ermöglicht als unmittelbare Quelle Einblicke in den Ablauf und die Organisation einer solchen Verschleppung aus Sicht eines beteiligten Täters. Mittwoch, 8. Dezember Vortrag von Dr. Joachim Schröder: "Verschleppt nach Riga: Die Deportation am 11. Dezember 1941" In seinem Vortrag berichtet Dr. Joachim Schröder, Leiter des Erinnerungsortes Alter Schlachthof, über den Verlauf der dritten Massendeportation aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf. Sie nahm, wie die ersten beiden Deportationen, am Düsseldorfer Schlachthof ihren Ausgang – genau dort, wo heute der Erinnerungsort Alter Schlachthof diese Verbrechen in seiner Dauerausstellung dokumentiert. Die ganze Nacht mussten die Menschen in der kalten, schmutzigen Viehhalle ausharren, voller Ungewissheit vor dem Kommenden: "In den Steintrögen des Schlachthofs lagen Babies und Kleinkinder und weinten die ganze Nacht", erinnerte sich später die Überlebende Hilde Sherman-Zander aus Mönchengladbach. Die Gestapo verschleppte 1.007 Jüdinnen und Juden, überwiegend aus dem linksrheinischen Gebiet, in das Ghetto in Riga. Der Transport hat es durch den überlieferten, zynischen Bericht des Polizei-Offiziers Salitter, der ihn mit seinen Beamten überwachte, zu einer traurigen Berühmtheit gebracht. Anhand verschiedener Augenzeugenberichte von Überlebenden wie Hilde Sherman-Zander, Sophie Nathan, Liesel Ginsburg, Irene Dahl, Ilse Rübsteck und anderen wird das Leben und Überleben im Ghetto von Riga anschaulich geschildert. Der Eintritt ist für alle drei Präsenz-Veranstaltungen frei. Eine vorherige Anmeldung ist aufgrund der begrenzten Teilnehmendenzahl erforderlich und telefonisch unter 0211-8996205 oder via E-Mail an nicole.merten@duesseldorf.de möglich. Bitte beachten: Es gilt die "2G-Regel": Für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Social-Media-Aktion Der Erinnerungsort Alter Schlachthof und die Mahn- und Gedenkstätte haben zudem gemeinsam eine Aktion auf ihren Social-Media-Kanälen gestartet: Seit Ende August läuft dort die Serie "Deportiert 1941". Auf Instagram und Facebook können die Userinnen und User mithilfe der Serie bis zum 15. Dezember den Weg von drei Familien (Familie Klein, Familie Herz und Familie Nathan) nachvollziehen, die in die Ghettos Lodz, Minsk und Riga verschleppt wurden. Auf Facebook unter de- de.facebook.com/MahnundGedenkstaetteDuesseldorf/ und de- de.facebook.com/Erinnerungsort-Alter-Schlachthof sowie auf Instagram unter "mahn_und_gedenkstaettedus" und "erinnerungsort_duesseldorf". ___________________________________________________________________________ 26. Oktober 2021 Volkshochschule Düsseldorf Rundgang: "Starke Frauen in Kaiserswerth" Stadtführerin Antje Kahnt lädt am Sonntag, 31. Oktober, um 14.30 Uhr zu einem Rundgang durch das mittelalterliche Kaiserswerth. Der Fokus dieser zweistündigen Führung der Volkshochschule Düsseldorf liegt auf der "holden Weiblichkeit". Denn neben der berühmten Fliednerfrau Florence Nightingale hinterließen interessante Künstlerinnen, Schauspielerinnen und adelige Besucherinnen ihre Spuren in einem der ältesten Stadtteile Düsseldorfs. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 Euro. Eine vorherige Anmeldung unter www.duesseldorf.de/vhs oder telefonisch unter 0211-8994150 ist erforderlich. Die Veranstaltungsnummer lautet: X 081 110. Der Treffpunkt befindet sich vor der Gaststätte Tonhalle am Klemensplatz 7. Weitere Informationen für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, auch hinsichtlich der geltenden Coronaregeln, gibt es unter www.duesseldorf.de/vhs ___________________________________________________________________________ 25. Oktober 2021 Vorschläge für Martinstaler können noch eingereicht werden Stadt zeichnet bürgerschaftliches Engagement aus Bereits zum 20. Mal zeichnet die Landeshauptstadt Düsseldorf in diesem Jahr Mitbürgerinnen und Mitbürger mit dem "Martinstaler" aus, die sich in besonders hohem Maß ehrenamtlich engagieren. Vorschläge können noch eingereicht werden. Die Auszeichnung wird an bis zu zehn Personen verliehen. Voraussetzung ist, dass die ehrenamtliche Tätigkeit seit mindestens zehn Jahren ausgeübt wird in Bereichen wie beispielsweise Soziales oder Kultur, Tier- oder Umweltschutz, Brauchtum oder Sport. Insbesondere die stillen Helferinnen und Helfer werden gesucht, die eher im Hintergrund arbeiten und sich außerordentlich verdient gemacht haben. Eine weitere Ehrung soll Menschen zugutekommen, die mit innovativen Projekten ganz neue Wege des bürgerschaftlichen Engagements beschreiten. In dieser Kategorie kann die Dauer der Tätigkeit des Ehrenamtes auch kürzer als zehn Jahre betragen. Sie kennen einen besonders engagierten Menschen oder wollten sich schon immer für ein Engagement bedanken? Dann senden Sie Ihren Vorschlag an folgende Adresse: Landeshauptstadt Düsseldorf, Der Oberbürgermeister, "Stichwort: Martinstaler", Marktplatz 1, 40213 Düsseldorf, oder per E-Mail an andrea.demme@duesseldorf.de. Die ehrenamtliche Tätigkeit sollte kurz beschrieben werden. Zusätzlich bitte Name, Adresse und Geburtsdatum der betreffenden Person angeben. Bei Rückfragen steht das Referat für bürgerschaftliches Engagement gerne unter Telefon 0211-8992770 oder per E-Mail zur Verfügung. ___________________________________________________________________________ 24. Oktober 2021 Oberbürgermeister Dr. Keller verurteilt Messerattacke in der Altstadt Am Samstag, 23. Oktober gegen 18.45 Uhr, hat ein bislang unbekannter Täter vor einem Lokal in der Düsseldorfer Altstadt mit einem Messer mehrfach auf einen Jugendlichen eingestochen und ihn lebensgefährlich verletzt. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller sieht jetzt das Land in der Pflicht und sagt: "Ich verurteile die Messerattacke am gestrigen Abend in der Düsseldorfer Altstadt auf das Schärfste. Besonders betroffen macht mich die frühe Uhrzeit dieses Vorfalls, zu der die Geschäfte noch geöffnet hatten und auch Familien in der Altstadt unterwegs waren. Ich sehe hier dringend weiteren Handlungsbedarf, um für die Sicherheit in der Altstadt zu sorgen. Dazu gehört meines Erachtens auch die Prüfung einer Messer- oder Waffenverbotszone in der Altstadt. Allerdings ist die Stadt für solche Maßnahmen nicht zuständig. Hier müsste das Land eine entsprechende Regelung erlassen, die dann durch die Polizei durchgesetzt wird. Die Stadt wird sich hierzu mit der Polizei und dem Innenministerium beraten." ___________________________________________________________________________ 22. Oktober 2021 Ausbau Radhauptnetz: Schlüsselprojekt am Worringer Platz fertiggestellt Zwei neue Radachsen machen die Innenstadt ab sofort fahrradfreundlicher Der Ausbau des Radhauptnetzes in Düsseldorf schreitet immer weiter voran: In der vergangenen Woche wurden die Bauarbeiten am Worringer Platz bis auf wenige Restarbeiten abgeschlossen. Damit ist ein Schlüsselprojekt des Radhauptnetzes fertiggestellt. "Die Landeshauptstadt Düsseldorf macht Tempo beim Ausbau des Radhauptnetzes: Mit dem Abschluss der Bauarbeiten am Worringer Platz wurden jetzt gleich zwei wichtige Achsen im Radhauptnetz komplettiert. Die Innenstadt wird damit ein großes Stück fahrradfreundlicher - was ein weiterer, wichtiger Schritt zur Umsetzung zur Verkehrswende ist", erklärt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. Ab sofort können Radfahrende auf rund 1,3 Kilometern die Nord-Süd-Achse Karlstraße/Worringer Straße vom Wehrhahn bis zum Stresemannplatz durchgehend auf komfortablen Radverkehrsanlagen befahren. In Rahmen der Arbeiten wurden zudem auch die vorhandenen Radverkehrsanlagen auf der Kölner Straße über den Worringer Platz zusammengeführt. Somit wurde auch die rund 1,6 Kilometer lange, jetzt durchgehende Radverkehrsachse vom Oberbilker Markt in Richtung Wehrhahn finalisiert. "Der Umbau des Worringer Platzes als Abschluss dieser komplexen Radverkehrsmaßnahme war eine Herausforderung", erläutert Jochen Kral, Mobilitätsdezernent der Landeshauptstadt Düsseldorf. "Ein solch hochfrequentierter Verkehrsknoten muss unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden, und es steht hierfür nur ein begrenzter Raum zur Verfügung." Oberstes Ziel des Ausbaus war es, attraktive Radhauptnetzachsen zu schaffen. Zu berücksichtigen waren dabei aber auch der ÖPNV, der aufgrund der Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs einen wichtigen Platz einnimmt, Lieferverkehre für ansässiges Gewerbe und Gastronomie und der Kfz-Verkehr. Der Worringer Platz wurde fahrrad- und fußgängerfreundlicher umgestaltet. Damit sind die bereits fertiggestellten Radverkehrsanlagen auf der Worringer Straße, der Kölner Straße und der Karlstraße jetzt miteinander verbunden. Radfahrende können den Worringer Platz ab sofort bequem auf eigenen Radverkehrsanlagen queren. "Die Erfahrung zeigt, dass neue Verkehrssituationen, wie zum Beispiel der neue Radweg im Norden des Worringer Platzes, eine gewisse Eingewöhnungszeit benötigen", erklärt Kral. "Um diesen Prozess zu beschleunigen, werden die nutzbaren Funktionsflächen wie der Radweg etc. ab sofort durch die Verkehrsüberwachung kontrolliert. Das Ordnungsamt wird den Bereich auch in den Abendstunden verstärkt im Auge behalten." Insgesamt hat die Stadt Düsseldorf in die Umgestaltung der verkehrlichen Infrastruktur entlang der Achse Worringer Straße/Karlstraße und den Ausbau des Worringer Platzes rund 2,9 Millionen Euro investiert. Hintergrund Aufgrund der komplexen Gegebenheiten wurde die Umsetzung der Radverkehrsmaßnahme Karlstraße/Worringer Straße in mehreren Abschnitten realisiert. Achse Karlstraße/Worringer Straße Bereits 2019 wurde zwischen Am Wehrhahn und Ackerstraße entlang der Worringer Straße auf einer Länge von rund 400 Meter beidseitig ein Radfahrstreifen markiert. Dazu waren im Knoten Worringer Straße/Gerresheimer Straße umfangreiche Umgestaltungen erforderlich. Ferner musste die gesamte Signaltechnik erneuert werden, damit die erforderlichen Fahrradsignale ergänzt werden konnten. Im Sommer 2020 wurde ein weiteres Teilstück fertiggestellt: Auf der Karlstraße wurde - zwischen Stresemannplatz und Kurfürstenstraße - in beiden Fahrtrichtungen neue Radfahrstreifen angelegt. Im Rahmen der Sanierung der Fahrbahndecke wurden die Fahrstreifen neu angeordnet und eine gesicherte Radwegeführung markiert. Gleichzeitig wurden auch die Signalanlagen an den Einmündungen Bismarck-, Friedrich-Ebert- und Kurfürstenstraße umgebaut und mit Signalen für den Radverkehr ausgestattet. Achse Kölner Straße Im Zuge der Fahrbahndeckensanierung mit lärmoptimiertem Asphalt im Jahr 2018 wurden auf dem Straßenabschnitt zwischen Worringer Platz und Gerresheimer Straße beidseitig Radfahrstreifen markiert. An den nicht signalisierten Einmündungen wurden die Radfahrstreifen, wie üblich, rot eingefärbt. Worringer Platz – Teilprojekt aus EKISO Teile des Umbaus am Worringer Platz wurden über Zuwendungen aus dem Städtebauförderprogramm des Landes "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" im Rahmen des Projektes EKISO (Entwicklungskonzept Innenstadt- Südost) finanziert. Nachdem die Innenfläche des Platzes bereits vor über 10 Jahren eine gestalterische Aufwertung erfahren hat, wurden seit 2015 auch die äußeren Gehwege an das Gestaltungskonzept angepasst. Zuletzt wurde der Seitenraum in der Achse Kölner Straße inklusive der Radverkehrsanlage entsprechend der Gestaltungsvorgaben aus dem EKISO-Projekt umgesetzt. Weitere Informationen zum Thema Radverkehr in Düsseldorf finden Sie online unter www.duesseldorf.de/radschlag. ___________________________________________________________________________ 22. Oktober 2021 Zwei Weltmeister neu am Lessing-Gymnasium Sportlich-prominenter Zuwachs am Lessing-Gymnasium: Chiril Negru, Weltmeister in der Kampfsportart MMA (Mixed Martial Arts), und Tennis-Weltmeister Jou-George Gnjidic wechseln auf die NRW-Sportschule in Düsseldorf. Der heute 15-jährige Chiril konnte 2019 in Rom den Weltmeistertitel in seiner Gewichtsklasse erringen. Jou-George krönte sich bereits ein Jahr zuvor bei der U9- Weltmeisterschaft in Kroatien zum Sieger des Tennisturniers. Beide Talente erhoffen sich durch die sportliche Förderung der NRW-Sportschule ihren Traum von der Profikarriere zu verwirklichen: Mit dem Athletiktraining und den Frühtrainingseinheiten, die in den Schulalltag integriert werden, wird eine frühe Fokussierung auf die sportliche Leistungssteigerung gesetzt, ohne dass die schulischen Leistungen dahinter zurückstehen müssen. Schulleiter Wilhelm Josephs: "Die Beiden wollten unbedingt an unsere Schule, da sie von unserem ganzheitlichen Konzept begeistert waren. Wir versuchen ihnen hiermit zu helfen und den Spagat zwischen schulischer und sportlicher Karriere zu meistern." ___________________________________________________________________________ 22. Oktober 2021 Lichtbänke kehren in den Hofgarten zurück Die Montage der Bänke auf der Jägerhofallee ist für die kommende Woche geplant Nun ist es soweit: Die Lichtbänke des Künstlers Stefan Sous, betitelt als "UV-A UV-B", die seit 2002 das Bild der Jägerhofallee im Düsseldorfer Hofgarten prägen und ein beliebtes Fotomotiv sind, kehren wieder an ihren Standort zurück. Die Netzgesellschaft Düsseldorf mbH, eine Tochter der Stadtwerke Düsseldorf AG, wird ab Montag, 25. Oktober, mit der Montage und dem Aufbau der Lichtbänke beginnen. Dann startet ein erster Testbetrieb. Die komplette Inbetriebnahme der Bänke ist für November geplant. Die Leuchtbänke mussten im August 2019 aufgrund von immer wieder auftretenden erheblichen Vandalismus-, aber auch Witterungsschäden demontiert werden. Bereits 2017 mussten die Bänke abgebaut und saniert werden. Um die Leuchtbänke künftig besser vor Schäden zu schützen und einen dauerhaften Betrieb zu gewährleisten, wurde im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Künstler Stefan Sous, der Netzgesellschaft Düsseldorf und dem Kulturamt ein Sanierungskonzept in Bezug auf eine verbesserte Materialbeschaffenheit und neuer LED Technologie erarbeitet. Zunächst wurde eine der alten Leuchtbänke, als Prototyp mit neuer LED Technik und verbesserten Schutzrohren ausgerüstet und im Winter 2020/21 auf dem Außengelände der Stadtwerke bei Wind und Wetter getestet. Anschließend wurden die insgesamt 14 Lichtbänke umgerüstet. Parallel wurde im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen der Jägerhofallee durch das Garten-, Friedhofs- und Forstamt die marode Anschluss-Verkabelung im Erdreich erneuert. Die Aufstellflächen der Leuchtbänke wurden zudem zur Verbesserung der Sauberkeit mit Grauwacke-Steinen gepflastert. Sowohl die Helligkeit als auch die Dauer der Beleuchtung durch die Bänke wurden so abgestimmt, dass sich die Lichtbänke nicht als zusätzliche Belastung für die im Hofgarten lebende Tierwelt auswirken. Zudem werden die Lichtbänke in der zweiten Nachthälfte abgeschaltet. Die Lichtbänke wurden aus Mitteln des Klimaschutzes energieeffizient saniert. Hintergrund Die Lichtbänke des Künstlers Stefan Sous wurden zur Ausstellung "hell-gruen, 30 Kunstprojekte im und um den Düsseldorfer Hofgarten" im Rahmen der EUROGA 2002plus entwickelt und installiert. Ursprünglich waren sie temporär geplant, sie gefielen jedoch der Düsseldorfer Bevölkerung so gut, dass sie wenige Jahre später durch die Stadt angekauft wurden. ___________________________________________________________________________ 22. Oktober 2021 Filmmuseum Düsseldorf: Dreizehn Filme aus der Region Subsahara Vom 1. bis 28. November lädt die Black Box zu einer Filmreihe Das Filmmuseum, Schulstraße 4, präsentiert Ausschnitte der subsaharischen Filmgeschichte und zeigt Werke von Ousmane Sembène (Senegal), Souleymane Cissé (Mali), Ibrahim Shaddad und der Sudanese Film Group (Sudan) sowie eine Auswahl zeitgenössischer Filme aus dem Senegal und Ghana. Die Filmreihe findet in Zusammenarbeit mit dem Institut français Düsseldorf und dem Eine Welt Forum Düsseldorf e.V. statt. Alle Filme werden in Originalsprache mit deutschen Untertiteln gezeigt. Eine Kartenreservierungen ist telefonisch unter 0211-8992232 möglich. Der Eintritt kostet sieben Euro, ermäßigt fünf Euro, mit Black-Box-Pass vier Euro. Alle Infos zu den aktuell geltenden Corona-Regel gibt es unter www.duesseldorf.de/filmmuseum/aktuelles-presse/detailansicht- aktuelles/newsdetail/kino-in-zeiten-von-covid-19.html Filmproduktion in Afrika Bereits ab 1910 existierte das Kino in Afrika als Unterhaltungsmedium in Form von Vorstellungen europäischer und US-amerikanischer Dokumentarfilme. Einige Jahre später wurden unter kolonialen Strukturen auch Filme in Afrika gedreht. In diesen Filmen – deren Produktion ihren Höhepunkt zwischen den beiden Weltkriegen hatte – wurde alles Afrikanische jedoch als abergläubisch und rückständig betrachtet, die afrikanischen Kulturen geringgeschätzt und auf diesem Wege versucht, die europäische Kultur aufzuwerten. Eine erwähnenswerte genuin afrikanische Filmproduktion entstand erst zu Beginn der 1960er-Jahre. Deren Ziel war es, die afrikanischen Völker vom kolonialen Erbe zu befreien und zu sich selbst zu finden mit der Intention, eine eigene Filmkultur zu begründen. Das anspruchsvolle afrikanische Kino hatte größtenteils eine klare politische Intention, wie beispielsweise die Filme des malischen Filmemachers Souleymane Cissé, der mittlerweile zu den renommiertesten Regisseuren Afrikas zählt. Die allerersten Filme wurden von Ousmane Sembène, dem "Vater des afrikanischen Kinos", inszeniert. Mit knappen finanziellen und technisch eingeschränkten Möglichkeiten drehte er 1963 seinen ersten berühmten Kurzfilm "Borom sarret", gefolgt von "La noire de..." (1965), der erste Langspielfilm Afrikas. Diese beiden Filme definieren die Geburtsstunde des afrikanischen Kinos, und in den darauffolgenden Jahrzehnten entwickelte sich eine lebhafte Filmproduktion in den Ländern südlich der Sahara, wie Burkina Faso, Senegal, Kamerun und Mali. Vor allem in den frankophonen Ländern der Subsahara wurde die Praxis des Filmemachens schnell umgesetzt – rund 80 Prozent der afrikanischen Filme stammen von dort –, da die dortigen Produktionen praktische und finanzielle Unterstützung von der französischen Regierung erhielten. Viele afrikanische Filmemacherinnen und -macher wurden an französischen Filmschulen ausgebildet, die Filme in Kooperation mit dem französischen Ministerium produziert, und die Post-Produktion konnte oftmals in modernen, französischen Studios stattfinden. Der Wunsch nach einem unabhängigen afrikanischen Kino und die Befreiung vom kolonialen Erbe konnte also nur bedingt erreicht werden. Dennoch bietet das afrikanische Kino Perspektiven "von innen", fernab westlicher Klischees. Als Ganzes lässt sich das afrikanische Kino nur schwer fassen: Subsahara-Afrika zählt 49 Länder, mehrere hundert Ethnien mit eigener Kultur, eigener Sprache und unterschiedlicher Geschichte. Diese ungeheure kulturelle Vielfalt spiegelt sich zwar differenziert im subsaharischen Film – allerdings ohne dass sich diese Filme in ihrer Gesamtheit als Kinematographie definieren ließen und ohne dass diese Filme im Westen auf großes Interesse oder Beachtung gestoßen wären. Die meisten Filme eint eine engagierte Beobachtung des afrikanischen Alltags, Perspektiven aus, nicht auf Afrika und der Wunsch nach Unabhängigkeit, fernab von Versuchen, den afrikanischen Film als feste Kategorie, gar als Genre zu begreifen oder verstehen zu wollen. Zu den Filmen: Montag, 1. November, 20 Uhr "Borom Sarret" SEN 1963; 20 Min.; ab 18 Jahren; Regie/Buch: Ousmane Sembène; Kamera: Christian Lacoste; Darstellende: Ly Abdoulay u.a. "La noire de... " - "Die Schwarze aus Dakar" SEN 1966; 65 Min.; ab 18 Jahren; Regie/Buch: Ousmane Sembène; Kamera: Christian Lacoste; Darstellende: Mbissine Thérèse Diop, Anne-Marie Jelinek, Robert Fontaine, Momar Nar Sene u.a. Samstag, 6. November, 20.30 Uhr "Mandabi" - "Die Postanweisung" SEN 1968; 92 Min.; FSK 12; Regie/Buch: Ousmane Sembène; Kamera: Paul Soulignac; Darstellende: Makhourédia Guèye, Ynousse N‘Diaye, Isseu Niang u.a. Sonntag, 7. November, 15 Uhr "Moolaadé" - "Moolaadé – Bann der Hoffnung" SEN/F/OBV/M/CAM/TUN 2004; 124 Min.; FSK 12; Regie/Buch: Ousmane Sembène; Kamera: Dominique Gentil; Darstellende: Fatoumata Coulibaly, Maimouna Hélène Diarra, Salimata Traoré, Dominique Seïda u.a. Sonntag, 7. November, 18 Uhr "Baara" - "Der Lastenträger" MLI 1978; 90 Min.; ab 18 Jahren; Regie/Buch: Souleymane Cissé; Kamera: Étienne Carton de Grammont, Abdoulaye Sidibé; Darstellende: Balla Moussa Keita, Baba Niare, Bubukar Keita u.a. Freitag, 12. November, 21 Uhr "Finyè" - "Die Zeit des Windes" MLI 1982; 100 Min.; ab 18 Jahren; Regie/Buch: Souleymane Cissé; Kamera: Etienne Carton de Grammont; Darstellende: Fousseyni Sissoko, Goundo Guissé, Balla Moussa Keita u.a. Samstag, 13. November, 18.30 Uhr "Jamal" - "A Camel" SUD 1981; 14 Min.; ab 18 Jahren; Regie/Buch: Ibrahim Shaddad; Kamera: Elhadi Ahmed Ibrahim, Salah Eddeen Awad. "Jagdpartie" DDR 1964; 41 Min.; ab 18 Jahren; Regie: Ibrahim Shaddad; Buch: Claus Neumann, Ibrahim Shaddad; Kamera: Claus Neumann; Darstellende: Petra Hinze, Günter Meier, Ambroise Ruzidana u.a. "Al Habil" - "The rope" SUD 1985; 32 Min.; ab 18 Jahren; Regie/Buch: Ibrahim Shaddad; Kamera: Tawfiq Osman Faqir; Darstellende: Khatab H. Ahmed, A. Gadir Daoud, Mariam M. Eltayeb u.a. Freitag, 19. November, 21 Uhr "Baamum nafi" - "Nafi's father" SEN 2019; 109 Min.; ab 18 Jahren; Regie/Buch: Mamadou Dia; Kamera: Sheldon Chau; Darstellende: Alassane Sy, Aicha Talla, Saikou Lo u.a. Samstag, 20. November, 18.30 Uhr "Yeelen" - "Das Licht" MLI 1987; 106 Min.; ab 18 Jahren; Regie/Buch: Souleymane Cissé; Kamera: Jean-Noël Ferragut, Jean-Michel Humeau; Darstellende: Niamanto Sanogo, Soumba Traore, Balla Moussa Keita u.a. Samstag, 20. November, 21 Uhr "The burial of kojo" GH 2018; 81 Min.; ab 18 Jahren; Regie/B: Blitz Bazawule · K: Michael Fernandez · D: Cynthia Dankwa, Ama K. Abebrese, Joseph Otsiman u.a. Sonntag, 28. November, 15 Uhr "Félicité" F/B/SEN/D/LIBN/CON 2017; 129 Min.; FSK 12 Jahren; Regie: Alain Gomis; Buch: Alain Gomis, Olivier Loustau, Delphine Zingg; Kamera: Céline Bozon; Darstellende: Véro Tshanda Beya Mputu, Gaetan Claudia, Papi Mpaka u.a. Es gibt kein Vorprogramm, die Filme beginnen pünktlich. ___________________________________________________________________________ 21. Oktober 2021 Erfolgreiche OSD-Kontrollen im Stadtgebiet Erfolgreiche Kontrollen des zivilen Streifendienstes: Außendienstkräfte des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) haben am Dienstag, 19. Oktober, in Flingern Nord zwei Personen ermittelt, die dort ohne Arbeitserlaubnis tätig waren. Am Mittwoch, 20. Oktober, konnten OSD-Mitabeiter darüber hinaus gefälsche Ausweisdokumente ausfindig machen und eine zur Fahndung ausgeschriebene Person stellen. Dienstag, 19. Oktober Die beiden Restaurantmitarbeitenden in Flingern Nord hatten keine Arbeitsverträge und gaben an, erst seit dem gestrigen Tag zur Probe zu arbeiten. Sie konnten weder einen gemeldeten Wohnsitz noch gültige Ausweisdokumente nachweisen - einer der beiden führte darüber hinaus einen gefälschten Studierendenausweis mit sich und gab zunächst falsche Personalien an. Der Inhaber des Betriebs wurde darüber in Kenntnis gesetzt, dass die beiden Mitarbeitenden sich für die Arbeitsaufnahme illegal in Deutschland aufhielten. Die Außendienstkräfte zogen die Polizei hinzu und übergaben die Betroffenen an die Beamten. Mittwoch, 20. Oktober In einem Betrieb in Stadtmitte konnten OSD-Mitarbeiter drei Menschen ohne Ausweisdokumente ausfindig machen. Die Männer konnten zunächst keinen 3G- Nachweis vorlegen - zwei von ihnen versuchten daraufhin zu fliehen. Bei der Überprüfung der Identität konnten sich zwei der Betroffenen nicht ausweisen. Auf der Suche nach einer Aufnahme seines Reisepasses zeigte einer der Männer den Beamten die Fotos auf seinem Handy - ein Foto des Reisepasses konnte dabei nicht gefunden werden, stattdessen stießen die Einsatzkräfte auf Bilder von Betäubungsmitteln und hohen Bargeldsummen. Der dritte Mann legte mutmaßlich gefälschte Ausweispapiere vor. Die Außendienstkräfte zogen die Polizei hinzu - so konnten die Fälschungen bestätigt und feststellt werden, dass nach dem Mann gefahndet wurde. Bei einem der Männer liegt zudem der Verdacht des unerlaubten Aufenthalts in Deutschland vor. ___________________________________________________________________________ 21. Oktober 2021 Gartenamt verzeichnet rund 80 umgestürzte Bäume Nach dem Sturmereignis von Donnerstag, 21. Oktober, mit Windböen von bis zu 93 Kilometer pro Stunde verzeichnet das Garten-, Friedhofs- und Forstamt rund 80 umgestürzte Bäume in den städtischen Grünanlagen, auf den Friedhöfen und in den Forstrevieren. Darüber hinaus sind im gesamten Stadtgebiet zahlreiche Äste abgebrochen. Die Mitarbeiter des Gartenamts sind mit Aufräumarbeiten im Einsatz. Das Gartenamt zählt in den städtischen Parks und Grünanlagen sowie im Straßenraum rund ein Dutzend umgestürzte Bäume sowie eine Vielzahl von Astbrüchen. Dabei sind einige Schäden an Fahrzeugen entstanden. Auf der Siegstraße kam es an einer Linde zu starken Astausbrüchen. Der Baum muss aus Sicherheitsgründen umgehend gefällt werden. Im Stadtwald sind bei dem Sturm insgesamt rund 60 Bäume umgestürzt, davon etwa 20 im Forstrevier Süd, 20 im Forstrevier Mitte, zehn im Forstrevier Nord sowie zehn im Wildpark. Eine Buche war auf die Fahneburgstraße gestürzt - die Stelle ist bereits geräumt. Entlang der Straßen "Am Bauenhaus" und "Bauenhäuser Weg" müssen noch heute drei beschädigte Buchen gefällt werden. Ebenfalls muss im Wildpark eine Birke zeitnah gefällt werden. Der Reitweg "Reitschlucht" im Aaper Wald bleibt voraussichtlich bis Anfang der kommenden Woche gesperrt, weil dort umgestürzte Bäume geräumt werden müssen. Alle anderen Wege im Stadtwald sind begehbar. Der Wildpark öffnet am Freitag, 22. Oktober, wieder. Auf dem Nordfriedhof sind drei Bäume umgestürzt. Die Friedhöfe Eller und Stoffeln verzeichnen jeweils einen umgestürzten Baum. ___________________________________________________________________________ 21. Oktober 2021 Stadtarchiv übernimmt Magazinflächen im KAP1 Der Umzug läuft: Originalunterlagen können Interessierte wieder ab Ende Oktober einsehen Die Zentralbibliothek und das FFT eröffnen am 6. November ihre neuen Räume im KAP1 am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Für die Öffentlichkeit weniger sichtbar ist, dass in dem Gebäude am Konrad-Adenauer-Platz 1 auch Magazinflächen für mehrere Kulturinstitute entstehen. So auch für das Stadtarchiv Düsseldorf. Auf etwas mehr als 800 Quadratmetern kann das für die Stadtgeschichte zuständige Institut nun Archivgut einlagern. Die vier Räume bieten Platz für circa sechs Regalkilometer historischer Unterlagen und sollten als Lagerreserve etwa für die nächsten 15 Jahre ausreichen. Durch eine partielle Belegung des neuen Bereichs wird in den bisherigen Magazinen Platz für neu eingehende Akten geschaffen. Besonders praktisch ist hierbei die Nähe zum weiterhin bestehenden Hauptstandort des Stadtarchivs in der gegenüberliegenden "Alten Paketpost" am Fernbusbahnhof, in dem sich mit den Lesesälen auch der öffentliche Bereich des Archivs befindet: Sollten historische Dokumente bestellt werden, so reicht ein kurzer Weg in das gegenüberliegende KAP1 zur Abholung des gewünschten Materials. Die neuen Räume sind klimatisiert und entsprechen den fachlichen Vorgaben zur Aufbewahrung von Archivgut. Durch den Einbau einer durch den Landschaftsverband Rheinland bezuschussten Rollregalanlage werden die Kapazitäten optimal genutzt, auch historisch wertvolle Karten und Pläne können dort zukünftig ihren Platz finden. Hinweis für Besucherinnen und Besucher Voraussichtlicht Ende Oktober soll der Bezug der Fläche des Stadtarchivs abgeschlossen sein, danach kann das Archiv auch wieder uneingeschränkt seine Dienstleistungen anbieten. Bis dahin ist die Nutzung von Originalunterlagen im Hauptgebäude Worringer Straße 140 nicht möglich. Die anderen Kulturinstitute, die ebenfalls im KAP1 neue Archivflächen erhalten, wie zum Beispiel das Stadtmuseum, das Heinrich-Heine-Institut oder das Goethe- Museum werden im kommenden Jahr ihre Räume beziehen. ___________________________________________________________________________ 21. Oktober 2021 "Luxus & Lifestyle. Weimar und die weite Welt" Das Goethe-Museum Düsseldorf lädt vom 26. Oktober 2021 bis zum 20. Februar 2022 zu seiner neuen Sonderausstellung ein Besucherinnen und Besucher des Schloss Jägerhof können ab dem 26. Oktober eine Reise durch die Welt der Mode erleben. Denn dann präsentiert das Goethe-Museum seine neue Sonderausstellung "Luxus & Lifestyle. Weimar und die weite Welt". Was aber haben Weimar und Goethe mit der internationalen Modewelt zu tun? Die Antwort bietet das "Journal des Luxus und der Moden", das im Zentrum der Schau steht. Das erste Lifestyle-Magazin Deutschlands berichtete von 1786 bis 1827 über die neueste Mode aus Paris und London sowie über Einrichtungstrends und hatte seinen Verlagssitz in der kleinen Residenzstadt Weimar. Die Ausstellung präsentiert die Hefte, die auf die brandneue Mode aufmerksam machten, und zeigt am Beispiel alter und neuer Luxusgüter, wie manch ein Trend von damals das Design von heute inspiriert. Dass Mode aber nicht nur Spiegel des Zeitgeists ist, sondern auch Kulturgeschichte sichtbar macht, zeigt die Ausstellung anhand besonderer Stücke von mehr als 20 Leihgebern und aus den reichen Beständen der eigenen Sammlung. Zu sehen sind neben Kleidern und Schuhen aus vier Jahrhunderten auch Accessoires und Einrichtungsgegenstände berühmter Persönlichkeiten. Darunter Gemmenringe von Goethe und von Joseph Haydn, eine in Gold gefasste Miniatur, die Angelika Kauffmann der Herzogin Anna Amalia schenkte, Schmuck der Zarentochter Maria Pawlowna und solcher aus der Familie des Komponisten Johann Nepomuk Hummel sowie ein für Coco Chanel persönlich angefertigtes Modeschmuck-Ensemble. Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 24.Oktober, mit geladenen Gästen statt. Ab Dienstag, 26. Oktober, ist sie dann für alle Besucherinnen und Besucher geöffnet und bis zum 20. Februar 2022 zu sehen. Zum „Journal des Luxus und der Moden“ Schon vor mehr als zwei Jahrhunderten reklamierte eine Zeitschrift selbstbewusst für sich, die Annalen der Modewelt zu schreiben. Anders als man vielleicht denkt, war es jedoch nicht die "Vogue". Die mit knapp 130 Jahren noch relativ junge Zeitschrift hat die "Geschichtsschreibung" der Mode nicht begründet. Mehr als ein Jahrhundert älter als die "Vogue" ist nämlich die erste deutsche Modezeitschrift, deren erstes Heft im Januar 1786 erschien – in dem Jahr, in dem in Deutschland die letzte Kleiderordnung erlassen wurde. Eben diese Kleiderordnungen waren es gewesen, mit denen die Stände über Jahrhunderte per Gesetz scharf und für alle sichtbar voneinander abgegrenzt wurden. Ein Verständnis von Mode im heutigen Sinne als freier Ausdruck der Individualität wurde erst in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs möglich. Das Magazin, das ab dem zweiten Jahrgang unter dem Titel "Journal des Luxus und der Moden" Furore machte, war über Jahrzehnte hinweg das erfolgreichste journalistische Unternehmen Deutschlands. Die Hefte machten durch einen flammend orangefarbenen Umschlag auf sich aufmerksam, der von da an mit den Begriffen "Luxus" und "Mode" assoziiert wurde. Und das rund 150 Jahre bevor der französische Lederwarenhersteller Hermès ein solches Orange als Firmenfarbe erneut mit Luxusgütern in Verbindung brachte. Das "Journal des Luxus und der Moden" war mit seinen handkolorierten Druckgrafiken die erste Illustrierte Deutschlands. Es berichtete in der mediengeschichtlich wegweisenden Verbindung von Text und Bild nicht nur über die neuesten Damen- und Herrenmoden aus Paris, London und Wien, aus Italien sowie aus den deutschen Messestädten und Kurorten, sondern war auch Lifestyle-Magazin. Entsprechend dem Plural des Wortes "Mode" (aus frz. mode: Art) im Zeitschriftentitel behandelte das Blatt auch andere Gegenstände oder Tätigkeiten, die gerade "à la mode" waren. So informierte das Journal regelmäßig unter anderem über Tischkultur, Einrichtungstrends, über Literatur und Theater, glanzvolle politische Ereignisse, ferne Länder oder Gesellschaftsklatsch. In den gut vier Jahrzehnten seines Erscheinens von 1786 bis 1827 veröffentlichte das "Journal des Luxus und der Moden" 12.000 Textbeiträge und 1.500 Abbildungen auf 40.000 Druckseiten. Und weil es trotz der wechselvollen Zeit zwischen Revolution und Restauration Bestand hatte und mit kritischem Blick die gesellschaftlichen Veränderungen in Europa registrierte, ist es heute auch eine bedeutende kulturhistorische Quelle. Modeartikel aus der Zeit Goethes Im Bestand des Goethe-Museums Düsseldorf sind nicht nur die 42 Jahrgänge des Journals nahezu komplett überliefert, sondern zur Sammlung gehören auch zahlreiche Gegenstände der angewandten Kunst, wie sie in der Zeitschrift vorgestellt wurden, so zum Beispiel Schmuck und Accessoires, Möbel, Silber, Porzellan und Glas. Daher lag es nahe, in einer Sonderausstellung zusammen mit dem Lifestyle-Magazin der Goethezeit auch Modeartikel von damals zu präsentieren und die dreidimensionalen Objekte wiederum Luxusprodukten von heute gegenüberzustellen. Goethe über das Journal Überraschenderweise hatte das "Journal des Luxus und der Moden" seinen Verlagssitz nicht etwa in einer Metropole wie Berlin, sondern in der kleinen Residenz Weimar, die man gemeinhin als Klassikerstadt fernab vom modischen Puls der Zeit wähnt. Gegründet wurde es von dem Verleger Friedrich Justin Bertuch (1747–1822), der ein erfolgreicher Geschäftsmann und fleißiger Netzwerker war. Zum Mitherausgeber konnte er Georg Melchior Kraus (1737–1806), den Direktor der fürstlichen Zeichenschule, gewinnen, der zugleich die kunstvollen Bildtafeln entwarf. Die Informationen über das Neueste vom Neuen aus den Modezentren Europas beschafften den Herausgebern Korrespondenten im In- und Ausland. Zunächst aber mussten Bertuch und Kraus Vorurteilen vorbeugen, um ihr neues Projekt zu rechtfertigen. Die Weimarer Dichter und Denker fürchteten einen Siegeszug der Oberflächlichkeit. Wenn Goethe später auch selbst Beiträge im Journal veröffentlichte und dessen Anzeigenteil dazu nutzte, für eigene Publikationen zu werben, so war es ihm doch ein rotes Tuch: "Es ist aber als wenn alles geistreiche diesen feuerfarbenen Einband flöhe", schrieb er im Januar 1796 an Schiller. Ihr Journal, davon waren Bertuch und Kraus jedoch überzeugt, sei ein geeignetes Mittel, um eben negativen Entwicklungen neuer Trends entgegenzuwirken, denn es könne das ästhetische Urteilsvermögen schärfen. Besucherinfos Die Ausstellung im Goethe-Museum Düsseldorf, Schloss Jägerhof, Jacobistraße 2, ist dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr, samstags von 13 bis 17 Uhr sowie sonntags und feiertags von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt beträgt regulär 4 Euro, ermäßigt 2 Euro. Ab 16 Uhr sowie sonntags ist der Eintritt frei. Bitte beachten Sie die derzeit geltenden Coronaregeln: Es besteht eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Zudem gilt die 2G-Regel, sodass ein Nachweis durch Impfung oder Genesung erforderlich ist. ___________________________________________________________________________ 21. Oktober 2021 Impfmobil fährt Förderschulen in Düsseldorf an Das Impfmobil der Landeshauptstadt Düsseldorf fährt in der nächsten Woche verschiedene Förderschulen an. Interessierte können sich dort jeweils von 10 bis 13 Uhr gegen das Coronavirus impfen lassen. Am Montag, 25. Oktober, steht das Impfmobil an der Mosaikschule, Am Massenberger Kamp 45. Am Dienstag, 26. Oktober, wird die Alfred-Herrhausen-Schule, Carl- Friedrich-Goerdeler-Straße 21, angefahren. An der Theodor-Andresen-Schule und der Franz-Marc-Schule, Lohbachweg 16-18, macht das Impfmobil Halt am Mittwoch, 27. Oktober. Die Martin-Luther-King-Schule, Schönaustraße 25, wird am Donnerstag, 28. Oktober, durch das Impfmobil bedient. Am Freitag, 29. Oktober, besteht die Möglichkeit zur Impfung an der Karl-Tietenberg-Schule, Lärchenweg 23. Am Samstag, 30. Oktober, wird das Impfmobil von 15 bis 18 Uhr am Kin-Top Förderungszentrum e.V., Mindener Straße 20, in Oberbilk, stehen. Impfung ohne Termin Eine Vorab-Anmeldung ist nicht nötig, es wird lediglich ein Personalausweis benötigt. Wer einen Impfausweis besitzt, sollte diesen ebenfalls mitbringen. Es werden Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen durchgeführt, dabei werden alle aktuell zugelassenen Impfstoffe angeboten. Menschen, die eine Zweit- oder Auffrischungsimpfung haben wollen, sollten den Nachweis der bisherigen Impfung(en) mit sich führen und den vorgegebenen Zeitraum für die Folgeimpfung einhalten. Für Rückfragen steht das geschulte Personal vor Ort zur Verfügung. Interessierte können sich zudem weiterhin in den Impfstellen am Hauptbahnhof und am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee montags bis freitags von 10 bis 17.30 Uhr impfen lassen. ___________________________________________________________________________ 21. Oktober 2021 Ausbruchsgeschehen in drei Altenheimen festgestellt In drei Altenheimen in Düsseldorf sind vermehrt Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt worden. Im AWO Hans-Jeratsch-Haus sind mit Stand Donnerstag, 21. Oktober, zehn positive Fälle gemeldet worden, darunter neun Bewohner*innen und eine Mitarbeitende. Im DRK-Seniorenzentrum Gerresheimer Höhe, Ober-Gerresheim, liegen aktuell zwölf positive Testergebnisse von Bewohner*innen und ein positives Ergebnis eines Mitarbeitenden vor. Zudem sind zwölf Personen im "Haus Rosmarin" der Korian-Gruppe mit dem Coronavirus infiziert, darunter acht Bewohner*innen und vier Mitarbeitende. Eine positiv getesteste Bewohnerin ist verstorben. Die Infektionsgeschehen in den einzelnen Einrichtungen hatten unterschiedliche Ursachen: Eine Mitarbeitende im AWO Hans-Jeratsch-Haus wurde am 15. Oktober als erste positiv auf das Coronavirus getestet. Im DRK-Seniorenzentrum Gerresheimer Höhe wurde bei einem Bewohner, der wegen einer anderen Erkrankung im Krankenhaus aufgenommen worden ist, am 14. Oktober ein positives Testergebnis festgestellt. Im "Haus Rosmarin" wurden zunächst zwei Mitarbeitende positiv auf das Coronavirus getestet. In allen Einrichtungen wurden die Bewohner*innen und Kontaktpersonen isoliert und weitere PCR-Testungen angeordnet. Alle Infizierten befinden sich in Quarantäne. Das Gesundheitsamt und die WTG-Behörde des Amtes für Soziales sind involviert und in ständigen Gesprächen mit den Einrichtungsleitungen. Weitere PCR-Testungen laufen. ___________________________________________________________________________ 20. Oktober 2021 OB Dr. Keller bestürzt über Gewalttat in der Altstadt Drei Tage nach dem Angriff auf einen 19-Jährigen in der Altstadt ist der junge Mann gestern in einem Düsseldorfer Krankenhaus gestorben. Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller äußerte sich sichtlich bestürzt zu diesem tragischen Vorfall: "Ich bin fassungslos über diese Gewalttat, die zum Tod eines jungen Menschen geführt hat. Mein Beileid und meine Gedanken gelten den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen in dieser schweren Stunde. Ich wünsche ihnen allen viel Kraft und Zusammenhalt." ___________________________________________________________________________ 20. Oktober 2021 Spielplatz am Hermannplatz in Flingern wird saniert Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt startet die Umgestaltung des Kinderspielplatzes am Hermannplatz. Die Arbeiten beginnen am Mittwoch, 20. Oktober, und dauern voraussichtlich bis ins Frühjahr an. Für die Zeit des Umbaus bleibt der Kinderspielplatz geschlossen. Der benachbarte Bolzplatz ist weiterhin in Betrieb, auch der Wochenmarkt am Hermannplatz findet weiter statt. Es entsteht ein Motto-Spielplatz, dessen Mittelpunkt ein großes Flugzeug-Klettergerät bildet. Daneben baut das Gartenamt ein Spiel-Ferienhäuschen mit Balkon und Rutsche. Koffer und Kisten zum Klettern ergänzen den Spielplatz, ebenso wie eine weitere kleine Rutsche, drei Doppelschaukeln und eine große Sandspielfläche. Das Sanierungsprojekt ist Bestandteil des städtischen Masterplans für Kinderspielplätze. In das Bauprojekt involviert sind außerdem der Flughafen Düsseldorf und Antenne Düsseldorf, die die Umgestaltung im Zuge des Wettbewerbs "Überflieger gesucht" finanziell unterstützen. Die Überfliegeraktion von Düsseldorf Airport und Antenne Düsseldorf mit dem Ziel, Düsseldorfer zu unterstützen, die das Leben für den Nachwuchs in der Stadt auf unterschiedlichste Weisen bereichern und das Miteinander stärken, lief von August bis Oktober 2019. ___________________________________________________________________________ 19. Oktober 2021 PKW im Hafenbecken: Taucherstaffel der Feuerwehr demonstriert Bergung Was passiert, wenn ein PKW in einen See oder Fluss fährt? Diesen Notfall probten rund 15 Einsatzkräfte der Feuerwehr Düsseldorf am Dienstag, 19. Oktober, im Hafenbecken. Neben der Rettung von Menschen ist auch die Bergung des verunglückten Fahrzeugs Teil des Einsatzes, um eine Gefahr für die Umwelt zu minimieren. Solche Einsätze sind zwar selten, kommen aber vor - zuletzt Anfang 2020, als ein PKW in den Kö-Graben gefahren ist. Beim Übungsszenario eines in das Hafenbecken gestürzten Fahrzeuges ist für die Taucher und die Spezialisten der Feuerwache technische Dienste und Umweltschutz Teamwork gefragt: Während der Lokalisierung und Markierung der Position des Fahrzeugs im Wasser wird an Land die Befestigung und Bergung über den Feuerwehrkran vorbereitet. In rund vier bis zehn Metern Tiefe befestigen die Taucher Hebekissen am versunkenen Fahrzeug. Diese werden dann mit Druckluft befüllt und bringen das Auto an die Wasseroberfläche. Dort befestigen die Taucher Hebewerkzeug am Feuerwehrkran, um die rund 10 Meter Höhendifferenz zur Kaimauer zu überwinden. Taucheinsatzführer Michael Nolte: "Ist ein Mensch in einem Fahrzeug eingeschlossen, zählt bei der Befreiung aus der Zwangslage jede Sekunde. So lange das Fahrzeug noch nicht vollständig unter Wasser ist, können die Scheiben des Fahrzeuges kurze Zeit nach dem Unfall noch geöffnet werden. Wenn das Auto erst mal unter der Wasseroberfläche ist, herrschen unterschiedliche Druckverhältnisse. Da ist der Wasserdruck auf Türen und Fenster so groß, dass man nur sehr schwer ins Fahrzeuginnere gelangt." Betroffene sollten Gurte und Autofenster öffnen Im Falle eines Unfalls in Gewässern sollten Betroffene zunächst ruhig bleiben und Panik vermeiden. Nach dem Aufprall auf dem Wasser müssen alle sich im Fahrzeug befindenden Personen ihre Gurte öffnen und das Seitenfenster sowie, falls vorhanden, das Schiebedach öffnen. Das Fahrzeug kann dann durch die Fenster verlassen werden - bestenfalls vor dem Untergehen des Autos. Der Einsatzablauf im Ernstfall In Falle eines realen Notfalls rücken rund 25 Einsatzkräfte - alles ausgebildete Rettungsschimmer - zu der gemeldeten Adresse aus. Jede Feuerwache hat die notwendigste Grundausstattung immer dabei, sodass umgehend mit der Rettung der Verunglückten begonnen werden kann. Hinzukommende Feuerwehrtaucher können die Unglücksstelle mit ihrem Rettungsboot schnell erreichen und die Bergung mit ihrem Tauchequipment auch in tiefem Wasser einleiten. Beim Einsatz auf dem Rhein sendet die Feuerlöschbootstation im Hafen zusätzlich ein Feuerlöschboot und ein Rettungsboot aus. "Zur Vorbereitung auf mögliche Einsätze verfolgt die Feuerwehr seit Jahren eine intensive Aus- und Fortbildungsstrategie. Dadurch sind die Einsatzkräfte in allen notwendigen Abläufe trainiert und bestens auf die selten vorhersehbaren Einsatzlagen vorbereitet", erklärt Feuerwehrsprecher Stefan Gobbin. Hintergrund: Taucherstaffel der Feuerwehr Zum Einsatzgebiet der Feuerwehr Düsseldorf zählen neben den zahlreichen innerstädtischen Seen und Baggerseen auch der Rhein, der auf einer Gesamtlänge von 42 Kilometern durch das Stadtgebiet fließt. Dafür wurde 1998 die Taucherstaffel der Feuerwehr Düsseldorf gegründet und rückte im Jahr 2020 zu 82 Einsätzen (2019: 77 Einsätze; 2018: 98 Einsätze) aus. Zurzeit besteht die Taucherstaffel aus sieben Lehrtauchern und 43 Tauchern, von denen stets mindestens vier im Dienst sind. Stationiert sind die Taucher an der Feuer- und Rettungswache Hüttenstraße. Neben Einsätzen mit Personen in Gewässern ist die Taucherstaffel in den kalten Jahreszeiten auch auf die Rettung von Menschen, die in Eis eingebrochen sind, vorbereitet. Darüber hinaus sind die Taucher auf das Suchen und Heben von Gegenständen spezialisiert. Die acht wöchige Ausbildung zum Feuerwehrtaucher umfasst einen theoretischen Teil sowie die Ausbildung im Tauchbecken an der Feuerwehrschule beziehungsweise im Freiwasser. Hier müssen mindestens 50 Tauchgänge, von denen 40 im Freiwasser zu erfolgen haben, abgeleistet werden. Auch der Sportbootführerschein Binnen A sowie der Erwerb eines Rheinsprechfunkzeugnisses und die Ausbildung zum Strömungsretter gehören zur Ausbildung. ___________________________________________________________________________ 19. Oktober 2021 Neue Strategie soll E-Scooter-Sharing klar regeln Landeshauptstadt Düsseldorf plant Limitierung der Fahrzeuge und Erhöhung der Sondernutzungsgebühr für Anbieter Seit Mitte des Jahres 2019 können E-Scooter im öffentlichen Straßenraum der Landeshauptstadt Düsseldorf gemietet werden. Inzwischen sind fünf Anbieter in Düsseldorf vertreten, deren Gesamtflotte 12.700 Fahrzeuge (Stand: August 2021) umfasst. In der Realität brachte das neue Sharing-Angebot auch erhebliche Probleme mit sich. Die E-Scooter werden oft ordnungswidrig gefahren und verbotswidrig abgestellt. Dies beeinträchtigt insbesondere den innerstädtischen Fußgängerverkehr erheblich. Um dies zu unterbinden und störende Auswirkungen auf das Stadtbild zu verringern, besteht aus Sicht der Stadt weiterer Handlungsbedarf. Strengere Regelungen sieht deshalb eine "Scooter-Strategie für den Umgang mit E- Scooter-Sharing in Düsseldorf" vor. Sie wurde vom Amt für Verkehrsmanagement unter Beteiligung weiterer Fachämter, städtischer Töchter und Ordnungsbehörden entwickelt. Die geplanten Maßnahmen sollen am 27. Oktober dem Ordnungs- und Verkehrsausschuss (OVA) der Landeshauptstadt Düsseldorf vorgestellt und zum Beschluss vorgelegt werden. Eckpunkte der strategischen Vorgehensweise sind eine Begrenzung der Anzahl der E-Scooter (Flottenobergrenze), eine flächendeckende innerstädtische Parkverbotszone mit der Einrichtung von festen Scooter-Stationen, Kontrollen sowie die Erhöhung der Sondernutzungsgebühr. Aufteilung in zwei E-Scooter-Gebiete Vorgesehen ist eine Differenzierung der Regelungen zwischen dem Innenstadtbereich, der die Stadtteile Altstadt, Carlstadt und Stadtmitte umfasst, und dem restlichen Stadtgebiet. Im Innenstadtbereich (Gebiet A) soll das Abstellen der E- Scooter künftig nur noch auf festgelegten Stationen möglich sein. Aufgrund der geringen Flächenverfügbarkeit kann es in Einzelfällen notwendig sein, PKW- Stellplätze umzuwidmen, im Regelfall jedoch maximal ein Stellplatz pro Station. Mit dem Konzept einher geht eine Limitierung der E-Scooter im Innenstadtbereich. Zukünftig soll die Flottenobergrenze im Gebiet A auf Basis der zur Verfügung gestellten Abstellmöglichkeiten auf 1.800 Stück festgesetzt werden. Im restlichen Stadtgebiet (Scooter-Gebiet B) können die Fahrzeuge nach dem "free floating"-Prinzip überall im öffentlichen Raum abgestellt werden. Auf Flächen, die in den jeweiligen Anbieter-Apps als Parkverbotszone gekennzeichnet sind, bleibt das Abstellen verboten; ansonsten gilt die Straßenverkehrsordnung (StVO). Eine Ausnahme für das freie Abstellen bilden die Stadtteilzentren und Orte, an denen aus Gründen der Sicherheit und/oder des Straßen- oder Stadtbildes ein Verbot des "free floating"-Prinzips begründbar ist. Wie im Gebiet A sollen E-Scooter dann auch dort nur an vorgesehenen Stationen abgestellt werden. Um die Sharing-Angebote im Sinne der Verkehrswende zu erhöhen, soll es im Gebiet B ein ergänzendes Angebot an E-Scooter Stationen an ÖPNV- und SPNV-Haltestellen geben. Stationen am Rande von städtischen Grünanlagen sollen herumliegende Fahrzeuge in den Anlagen verhindern. Für das gesamte Stadtgebiet wird die Begrenzung der Gesamtflottengröße auf 6.500 Fahrzeuge festgesetzt. Abzüglich des Kontingents für das Gebiet A ergibt sich für das restliche Stadtgebiet eine Obergrenze von 4.700 E-Scootern. Die derzeit bestehenden Sondernutzungserlaubnisse für die E-Scooter-Anbieter laufen zeitnah aus. Aktuell wird die zugrundeliegende Sondernutzungssatzung überarbeitet sowie die Sondernutzungserlaubnis gemäß der in der Strategie beinhalteten Aspekte angepasst. Die neue Sondernutzungssatzung sieht unter anderem eine Erhöhung der Sondernutzungsgebühr pro Fahrzeug von 20 auf 50 Euro pro Jahr vor. Auch sollen die Anbieter dazu verpflichtet werden, die Fahrzeuge zeitnah umzuverteilen und falsch abgestellte E-Scooter zügig zu entfernen. Zur Überprüfung der E-Scooter-Verteilung wird der Stadtverwaltung künftig ein Dashboard zur Verfügung stehen. Hier werden die relevanten Mobilitätsdaten in Absprache mit den Anbietern einfließen und ausgewertet, um daraus weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Neben der Neuvergabe der Sondernutzungserlaubnisse strebt die Landeshauptstadt Düsseldorf mit den E-Scooter-Anbietern eine Vereinbarung zur freiwilligen Selbstverpflichtung an. Sie soll dazu dienen, weitere Maßnahmen zur Sicherung des ordnungsgemäßen Abstellens der E-Scooter, zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie zum Umweltschutz umzusetzen. Dazu gehören beispielsweise die Nutzung von ausschließlich emissionsfreien Fahrzeugen für den Austausch der Akkus, der Einsatz von Ordnungspersonal durch die Anbieter oder die Erprobung neuer technischer Lösungen bei der Ortung der Fahrzeuge. Flankierende Maßnahmen sollen die E-Scooter-Strategie ergänzen. Dazu zählen Schwerpunktkontrollen ebenso wie E-Scooter-Aktionstage und regelmäßige Qualitätskontrollgespräche zwischen Stadt und den Sharing-Anbietern. Über die Handlungsmöglichkeiten der Stadt Düsseldorf hinaus gibt es auf Bundesebene weiteren Klärungsbedarf hinsichtlich verschiedener Rechtsgrundlagen. Die Stadt Düsseldorf wird darauf hinwirken, dass zu Themen wie Nutzungsvoraussetzungen für Elektrokleinstfahrzeuge, Geofencing oder Differenzierungsmöglichkeiten zwischen Fahrrädern und Elektrokleinstfahrzeugem zeitnah rechtverbindliche Regelungen getroffen und bestehende Unklarheiten beseitigt werden. ___________________________________________________________________________ 18. Oktober 2021 Online-Seminar zu Fördermöglichkeiten für europäische Bürgerprojekte Europäische Werte in Düsseldorf stärken Das EUROPE DIRECT Düsseldorf veranstaltet gemeinsam mit dem EUROPE DIRECT Duisburg und der Kontaktstelle "Bürgerinnen und Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte (CERV)" am Dienstag, 26. Oktober, von 16 bis 17.30 Uhr ein Online-Seminar zu einem EU-Förderprogramm, das zivilgesellschaftliche Projekte besonders in den Fokus nimmt. Das EU-Förderprogramm "Bürgerinnen und Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte (CERV)" ist gerade für eine siebenjährige Förderperiode gestartet. Mit mehr als 1,5 Milliarden Euro an Fördermitteln ist es im Begriff, eines der wichtigsten Finanzinstrumente der EU zur Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Organisationen, Kommunen und anderen Akteuren zu werden. Das Programm ist in vier Aktionsbereiche unterteilt, in denen Projektanträge gestellt werden können: "Unionswerte", "Gleichstellung, Rechte und Geschlechtergleichstellung", "Bürgerschaftliches Engagement und Partizipation" sowie "Gewaltprävention". Das Online-Seminar von EUROPE DIRECT Düsseldorf gibt einen Überblick über die Fördermöglichkeiten im neuen Programm. Das Angebot richtet sich an Organisationen, Initiativen, Vereine und alle, die Interesse an europäischem Austausch haben. Das Seminar findet über Zoom statt, um Anmeldung per Mail wird daher an europe-direct@duesseldorf.de gebeten. Das ursprünglich für den 7. September 2021 geplante Seminar musste verschoben werden und wird hiermit nachgeholt. Hintergrund: EUROPE DIRECT Düsseldorf Das EUROPE DIRECT Düsseldorf gehört zum Informationsnetzwerk der Europäischen Kommission und ist seit 2018 im Büro des Oberbürgermeisters angesiedelt. Das Informations- und Veranstaltungsangebot des EUROPE DIRECT richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Bildungseinrichtungen und Unternehmen. Vor Ort in Düsseldorf werden zahlreiche Veranstaltungen zu EU-Themen, Studienreisen zu den EU-Institutionen, Workshops für Schülerinnen und Schüler und vieles mehr angeboten. Zudem vergibt das EUROPE DIRECT Düsseldorf Zuschüsse an Bürgerinnen und Bürger, die eigene Kleinprojekte mit Europa-Bezug organisieren. Weitere Informationen unter: www.duesseldorf.de/europedirect, bei Facebook unter www.facebook.com/europedirectduesseldorf/ oder via Newsletter (Anmeldung über eine E-Mail an europe-direct@duesseldorf.de). ___________________________________________________________________________ 18. Oktober 2021 Erinnerung an den Beginn der Deportationen im Herbst 1941 Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, der Erinnerungsort Alter Schlachthof sowie die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit laden zu einer dreiteiligen Vortragsreihe ein Vor 80 Jahren, im Oktober 1941, begannen die Deportationen deutscher Jüdinnen und Juden "nach Osten". Mit einer dreiteiligen Vortragsreihe und einer Serie in den Sozialen Netzwerken erinnern die Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Erinnerungsort Alter Schlachthof an der Hochschule Düsseldorf und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf an den Herbst 1941, an die Betroffenen und Opfer, aber auch an die Täter, die Profiteure und Zuschauer. Die drei Vorträge finden in der Berger Kirche an den historischen Jahrestagen und in Verbindung mit den diesjährigen "Aktionswochen gegen Antisemitismus" statt. Die Gestapo ließ im Herbst 1941 in einer ersten "Welle" bis zum Jahreswechsel zehntausende Menschen in Ghettos und Lager im besetzten Polen oder in der Sowjetunion verschleppen. Die meisten dieser Menschen sahen ihre Heimat nie wieder: Sie wurden in den Ghettos eingepfercht und zur Zwangsarbeit herangezogen. Ab Frühjahr 1942 begannen dann die Deportationen von den Ghettos aus zu den Vernichtungsstätten. Die ersten drei Transporte, die ihren Ausgangspunkt in Düsseldorf hatten und über den städtischen Schlachthof und den Güterbahnhof im Stadtteil Derendorf abgewickelt wurden, führten in die Ghettos in Łódź, Minsk und Riga. Diese Deportationen fanden im Oktober, November und im Dezember 1941 statt und betrafen 3.002 jüdische Menschen aus dem ganzen Regierungsbezirk Düsseldorf. Zur Vortragsreihe Die drei Vorträge finden jeweils um 18 Uhr in der Berger Kirche, Wallstraße 17, statt: Mittwoch, 27. Oktober Vortrag von Hildegard Jakobs: "Deportiert nach Łódź am 27. Oktober 1941" Über die erste Deportation berichtet Hildegard Jakobs, die stellvertretende Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf. Sie hat über diesen Transport ein langjähriges Forschungsprojekt zusammen mit Angela Genger geleitet. Sie sind den Spuren der Deportierten gefolgt und haben Fotografien, Briefe und Dokumente zusammengetragen. Vorgeschichte und Ablauf des Transports, die Ankunft und die Eingewöhnung an die Verhältnisse im Ghetto, Unterkunft, Versorgung und Arbeitsalltag werden anschaulich geschildert. Anhand konkreter biographischer Beispiele, beispielsweise Rabbiner Klein und seiner Frau Lilli, wird der Blick auf die betroffenen Menschen, ihr Leid, ihre Überlebenshoffnungen und ihre individuellen Lebensumstände in der Zwangsgemeinschaft des Ghettos gelenkt. So entsteht ein eindringliches Zeugnis des Völkermordes an der jüdischen Bevölkerung, der auch in Düsseldorf seinen Ausgang nahm. Bürgermeisterin Clara Gerlach wird ein Grußwort sprechen. Donnerstag, 10. November Vortrag von Dr. Bastian Fleermann: "Deportiert nach Minsk: Der Transport vom 10. November 1941 in die weißrussische Hauptstadt" Der Vortrag von Dr. Bastian Fleermann erläutert die Umstände der zweiten großen Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus dem Regierungsbezirk. Dieser fand am 10. November 1941 statt und betraf 992 Menschen aus den drei Städten Düsseldorf, Essen und Wuppertal. Das 2012 aufgetauchte, recht umfangreiche Verlaufsprotokoll ("Bericht über Judenevakuierung") eines Düsseldorfer Schutzpolizeioffiziers, der mit seinen Beamten den Transport begleitete und bewachte, ermöglicht als unmittelbare Quelle Einblicke in den Ablauf und die Organisation einer solchen Verschleppung aus Sicht eines beteiligten Täters. Mittwoch, 8. Dezember Vortrag von Dr. Joachim Schröder: "Verschleppt nach Riga: Die Deportation am 11. Dezember 1941" In seinem Vortrag berichtet Dr. Joachim Schröder, Leiter des Erinnerungsortes Alter Schlachthof, über den Verlauf der dritten Massendeportation aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf. Sie nahm, wie die ersten beiden Deportationen, am Düsseldorfer Schlachthof ihren Ausgang. Die Gestapo verschleppte 1.007 Jüdinnen und Juden, überwiegend aus dem linksrheinischen Gebiet, in das Ghetto in Riga. Der Transport hat es durch den überlieferten, zynischen Bericht des Polizei-Offiziers Salitter, der ihn mit seinen Beamten überwachte, zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Anhand verschiedener Augenzeugenberichte von Überlebenden wie Hilde Sherman-Zander, Sophie Nathan, Liesel Ginsburg, Irene Dahl, Ilse Rübsteck und anderen wird das Leben und Überleben im Ghetto von Riga anschaulich geschildert. Der Eintritt ist für alle drei Präsenz-Veranstaltungen frei. Eine vorherige Anmeldung ist aufgrund der begrenzten Teilnehmendenzahl erforderlich und telefonisch unter 0211-8996205 oder via E-Mail an nicole.merten@duesseldorf.de möglich. Bitte beachten: Es gilt die "2G-Regel": Für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Social-Media-Aktion Gemeinsam mit dem Erinnerungsort Alter Schlachthof hat die Mahn- und Gedenkstätte zudem eine Aktion auf ihren Social-Media-Kanälen gestartet: Seit Ende August läuft dort die Serie "Deportiert 1941". Auf Instagram und Facebook können die Userinnen und User mithilfe der Serie bis zum 15. Dezember den Weg von drei Familien (Familie Klein, Familie Herz und Familie Nathan) nachvollziehen, die in die Ghettos Lodz, Minsk und Riga verschleppt wurden. Auf Facebook unter de- de.facebook.com/MahnundGedenkstaetteDuesseldorf/ und über Instagram unter "mahn_und_gedenkstaettedus". Weitere Infos zur "Aktionswoche gegen Antisemitismus" gibt es unter www.aktionswochen-gegen-antisemitismus.de ___________________________________________________________________________ 18. September 2021 Halloween: Schlossgeister im SchifffahrtMuseum An Halloween öffnet das SchifffahrtMuseum zu ungewohnter Stunde. Wie man in Düsseldorf seit jeher munkelt, soll es im Schlossturm spuken - und das schon in normalen Nächten. Wer alles durch den Schlossturm geistert, können Kinder ab 6 Jahren am Sonntag, 31. Oktober, von 19 bis 20 Uhr im SchifffahrtMuseum Düsseldorf, Burgplatz 30, entdecken. Nach Ende der Öffnungszeiten des SchifffahrtMuseums können die Kinder, ausgestattet mit Taschenlampen, die Räumlichkeiten des letzten verbliebenen Turmes des alten Düsseldorfer Schlosses erkunden und den gruseligen, aber wahren Geschichten der Geister lauschen. Die Teilnahmegebühr beträgt 7,50 Euro, es fällt kein zusätzliches Eintrittsentgelt an. Um Voranmeldung unter der Telefonnummer 0211-8994195 oder per Mail an schifffahrtmuseum@duesseldorf.de wird gebeten. Im Museumsgebäude besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Für die Veranstaltung gilt die "2G-Regel" - für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Ausgenommen hiervon sind Kinder unter 6 Jahren und Schüler bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 Außergewöhnliche Erfolge der Einsatzkräfte des OSD Außergewöhnliche Erfolge für den Ordnungs- und Servicedienst (OSD) am Donnerstag, 14. Oktober: In den frühen Abendstunden wurden Einsatzkräfte des OSD in der Altstadt von zwei Damen angesprochen, weil sie von einem ihnen unbekannten Mann fotografiert worden seien. Der Tatvorwurf wurde von einem unabhängigen Zeugen bestätigt. Es bestand der Verdacht, dass der Betroffene von verschiedenen Frauen jeweils das Gesäß fotografiert habe. Der Betroffene konnte von den Einsatzkräften anhand der Beschreibung der Damen ermittelt und angesprochen werden. Mit den Vorwürfen konfrontiert, zeigte er sich äußerst aggressiv. Auf dem Weg zur Polizeiinspektion beleidigte er die Einsatzkräfte des OSD und leistete Widerstand. Nach Sicherstellung der Kamera wurde durch die Landespolizei Strafanzeige erstattet. Wegen der Beleidigungen und des Widerstandes gegen Vollzugsbedienstete erwartet den Betreffenden ebenfalls eine Anzeige. Im weiteren Verlauf des Abends wurde eine andere Streife des OSD in der Nähe des Hauptbahnhofs auf einen Wildpinkler aufmerksam. Im Rahmen der Personalienfeststellung zog der Betroffene unerwartet mehrere Portemonnaies hervor. Obwohl diese offensichtlich nicht ihm gehören konnten, konnte er zur Herkunft keine Angaben machen. Aufgrund des Verdachts, dass es sich um Diebesgut handeln könnte, wurde der Betroffene zunächst zum Dienstgebäude mitgenommen. Bei der anschließenden Durchsuchung wurde zudem ein gestohlenes Handy gefunden. Maßnahme und Beschuldigter wurden der Landespolizei übergeben. Das Gewerbeteam des OSD stellte darüber hinaus in einer Shishabar in der Innenstadt fest, dass dort trotz bereits erfolgter Untersagung weiterhin Shishas zubereitet und zum Konsum angeboten wurden. Auch der Konsum von Shishas konnte festgestellt werden. Die Shishabar wurde nach Belehrung des Inhabers und sofortiger Schließung versiegelt. ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 Ein Ort für die Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt: Kunstwerk von Claus Richter enthüllt Anlässlich des CSD 2021 wurde das Werk von OB Dr. Keller, der Kunstkommission, dem "LSBTIQ+ Forum Düsseldorf" und dem Künstler präsentiert Die Landeshauptstadt setzt ein weiteres starkes Zeichen für die Vielfalt und den Respekt in Düsseldorf und gegen Hass und Ausgrenzung: Auf der Wiese zwischen dem "KIT – Kunst im Tunnel" und dem "Apollo Varieté" an der Rheinkniebrücke wurde nun ein Ort für die Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt realisiert. Zentrum ist das Werk des Künstlers Claus Richter. Anlässlich des diesjährigen Christopher Street Day (CSD), der vom 15. bis 17. Oktober stattfindet, wurde das Werk von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller gemeinsam mit Heike van den Valentyn von der Kunstkommission Düsseldorf, Gabriele Bischoff vom "LSBTIQ+ Forum Düsseldorf" und dem Künstler Claus Richter am heutigen Freitag, 15. Oktober, enthüllt. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "Düsseldorf ist eine weltoffene, bunte und tolerante Stadt. Hierher passt das Kunstwerk für die Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Mit diesem Ort gedenken wir der Diskriminierung von Lesben, Schulen und trans*Menschen und schaffen gleichzeitig ein sichtbares Symbol für die Vielfalt in der Landeshauptstadt. Ich hoffe auch auf eine Strahlkraft: Dieser Ort soll uns alle immer wieder daran erinnern, dass ein vielfältiges und tolerantes Miteinander keine Selbstverständlichkeit ist. So soll es jede und jeden dazu ermutigen, sich dafür einzusetzen, für gegenseitigen Respekt und Akzeptanz einzutreten - und Hass und Diskriminierung damit entschieden entgegenzutreten." Gabriele Bischoff: "Auch in einhundert Jahren werden die nachfolgenden Generationen noch wissen, was mit diesen vier Figuren hier am Rhein gesagt werden soll: Wir stehen hier, weil es Menschen gibt, die sich dafür eingesetzt haben, dass Lieben und Begehren nicht darauf beschränkt wird, dass eine Frau einen Mann liebt und begehrt, sondern ein Mensch einen anderen Menschen. Und dass es mehr als zwei Geschlechter gibt." Künstler Claus Richter: "Die Figuren der Skulpturengruppe halten sich alle an den Händen. Sie sind vereint, und das hat etwas sehr humanistisches für mich. Das ist eine Utopie, die nur ab und zu aufleuchtet, aber dann umso stärker und schöner. So kitschig das klingt: Es geht um die Kraft der Gemeinschaft.“ Heike van den Valentyn, Vorsitzende der Kunstkommission: "Dank sei der ersten Kunstkommission Düsseldorf gesagt, die den Prozess in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Protagonist*innen, unter anderem dem Düsseldorfer LSBTIQ+ Forum, der Mahn- und Gedenkstätte, dem Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung sowie dem Oberbürgermeister Stefan Keller und seinem Vorgänger Thomas Geisel, begleitet, getragen und umgesetzt hat. Ich freue mich, dass die Landeshauptstadt Düsseldorf mit dem Werk von Claus Richter ein weithin sichtbares künstlerisches Zeichen für eine vielfältige und tolerante Gesellschaft setzt." Zum Projekt Viele Jahre lang gab es den großen Wunsch, in Form eines Denkmals im öffentlichen Raum der Diskriminierung von Lesben, Schwulen und trans*Menschen zu gedenken. Die Kunstkommission wurde im Sommer 2018 vom Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf beauftragt, einen offenen Wettbewerb für die Realisierung des Erinnerungsortes in Rheinnähe zwischen Rheinkniebrücke und Oberkasseler Brücke durchzuführen. Vorangegangen war bereits ein Werkstatttag im März 2018 in der Mahn- und Gedenkstätte, bei welchem erste Vorstellungen zu einem Gedenkort in der Stadt ausgetauscht wurden. Für den Erinnerungsort hatte die dem Kulturdezernat zugeordnete Kunstkommission Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem "LSBTIQ+ Forum Düsseldorf" einen zweiphasigen und anonymen Wettbewerb ausgelobt. Insgesamt waren 14 Künstlerinnen und Künstler eingeladen worden, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Im April 2019 fand eine öffentliche Informationsveranstaltung in der Kunsthalle statt, um über den Stand der Dinge und die jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Wettbewerb zu informieren. 40 Kunstschaffende und Interessierte waren der Einladung gefolgt. Im Mai 2020 Stand dann der Siegerentwurf fest: Der Entwurf "Ein seltsam klassisches Denkmal" von Claus Richter, eine lebensgroße Figurengruppe aus Bronze, konnte sich durchsetzen. Im März dieses Jahres beschloss der Rat der Landeshauptstadt den Standort des Werkes auf der Wiese zwischen dem "KIT – Kunst im Tunnel" und dem "Apollo Varieté". Zum Kunstwerk Das Werk von Claus Richter bildet eine Figurengruppe, die die Hände zum Teil zu Fäusten geballt oder mit Victory-Zeichen empor streckt. Die Gruppe steht vereint auf einem Stufensockel aus Beton. Die vier Figuren symbolisieren alle Spektren sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Ergänzt wird das Werk um eine Tafel mit folgender Inschrift: "Ort für die Erinnerung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Dieser Ort ist den Lesben, Schwulen, Bisexuellen und trans* Menschen gewidmet, die Opfer von Gewalt, Verfolgung und Diskriminierung in Düsseldorf wurden. Und all denen, die in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt einstanden und einstehen." Claus Richter, geboren 1971 in Lippstadt, hat an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach studiert. Er lebt und arbeitet in Köln. ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 Hetjens - Deutsches Keramikmuseum Vortrag: "160 Jahre Düsseldorf-Japan" Vom kurzen Bahnhofshalt zum Japan-Zentrum in Deutschland Anlässlich des 160-jährigen Jubiläums der deutsch-japanischen Freundschaft lädt das Hetjens - Deutsches Keramikmuseum, Schulstraße 4, am Mittwoch, 20. Oktober, 18.30 Uhr, zum Vortrag: "Vom kurzen Bahnhofshalt zum Japan-Zentrum in Deutschland: 160 Jahre Düsseldorf-Japan" von Ruth Jäschke, wissenschaftliche Mitarbeiterin am EKO- Haus der Japanischen Kultur, ein. Als die Takeuchi-Mission 1862 das Rheinland besuchte, hielt sie sich, von Einheimischen neugierig bestaunt, nur rund zwei Stunden zum Einnehmen einer Mahlzeit am Bahnhof Düsseldorf auf, ehe sie nach Köln weiterreiste. Erst rund 100 Jahre später entstand in Düsseldorf – inzwischen Landeshauptstadt Nordrhein- Westfalens – als "Schreibtisch des Ruhrgebiets" allmählich eine umfangreiche japanische Infrastruktur und die bis heute größte japanische Gemeinde in Deutschland. Der Vortrag beleuchtet bekannte und weniger bekannte Stationen dieser Entwicklung anhand zahlreicher Bildmaterialien und anderer Zeitzeugnisse und vermittelt einen kurzweiligen und vielfältigen Einblick in die deutsch- japanischen Beziehungen in und um Düsseldorf. Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur aktuellen Studioausstellung "Im Tau des Morgens – Highlights japanischer Keramik aus 160 Jahren", die noch bis zum 6. Februar 2022 zu sehen ist. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist telefonisch unter 0211-8994210 erforderlich. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Hinweis: Das Hetjens ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr sowie mittwochs bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Sonntags ist der Eintritt für alle frei. Im Gebäude besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Für diese Veranstaltung gilt die "2G-Regel": Für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Für den regulären Museumsbesuch ist ein Test- oder Immunisierungsnachweis erforderlich (3G). ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 2G-Regel gilt nun auch für den Besuch städtischer Kultureinrichtungen Die Regelung gilt ab dem 1. November in den Kulturinstituten/ Ausnahmen bilden die VHS, die Clara-Schumann-Musikschule und die Stadtbüchereien Seit dem 1. Oktober gilt für Veranstaltungen, zu denen die Landeshauptstadt Düsseldorf als Veranstalterin einlädt, die 2G-Regel: Volljährige Teilnehmende müssen so eine Immunisierung durch eine vollständige Impfung oder Genesung nachweisen. Diese Regelung gilt ab dem 1. November nun auch - außerhalb von Veranstaltungen - für den regulären Besuch von städtischen Kultureinrichtungen. VHS, Musikschule und Stadtbüchereien Für die Volkshochschule und die Clara-Schumann-Musikschule greift, da es sich hierbei um Bildungseinrichtungen handelt, die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet). Kundinnen und Kunden der Stadtbüchereien müssen für die Bibliotheksnutzung keinen Nachweis erbringen - analog wie z.B. beim Einkauf. Lesungen und ähnliches in den Stadtbüchereien gelten als Veranstaltung, bei denen dann wiederum die 2G-Regelung gilt. Grundsätzlich gilt weiterhin nach der Coronaschutzverordnung NRW - unabhängig von einer 2G- oder 3G-Regelung - die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Hierauf kann jedoch an festen Sitz- und Stehplätzen verzichtet werden. Ausnahmen gelten für Kinder und Jugendliche Kinder bis zum Schuleintritt benötigen keinen Test. Außerhalb der Ferien, also während des normalen Schulbetriebs, gelten Kinder und Jugendliche als "Schülerinnen und Schüler mit Schultestungen" und benötigen deshalb keinen Immunisierungs- oder Testnachweis. Der Schülerausweis gilt als Nachweis. Bei Schülerinnen und Schülern ab 16 Jahren wird der Immunisierungs- oder Testnachweis durch eine Bescheinigung der Schule ersetzt. Für den Zeitraum der Ferien, in dem keine Schultestungen stattfinden, ist jedoch ein negativer Testnachweis bzw. ein Impf- oder Genesungsnachweis erforderlich. Für erwachsene Personen, die aus medizinischen Gründen nicht gegen Covid geimpft werden können und dies durch Vorlage eines ärztlichen Attests nachweisen, findet die 3G-Regel Anwendung. Sie haben einen entsprechenden Schnell- oder PCR-Test vorzulegen. ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 Fahrradfreundliche Gestaltung der Grafenberger Allee geht weiter Bauarbeiten an den Einmündungen Grimmstraße und Irmgardstraße Ab Montag, 18. Oktober, erfolgen weitere Aufpflasterungen entlang der Grafenberger Allee, um die dort verlaufende wichtige Radverkehrsachse fahrradfreundlicher zu gestalten. Die Grimmstraße sowie die Irmgardstraße zählen zu den insgesamt sechs einmündenden Nebenstraßen, die zur Optimierung des Radverkehrs aufgepflastert werden. Während der Bauzeit kommt es dort zu verkehrlichen Einschränkungen. Grimmstraße Die Grimmstraße wird für die Bauphase von der Grafenberger Allee aus abgebunden und zur Sackgasse (Zu- und Ausfahrt über die Vautierstraße; die Einbahnstraßenregelung wird temporär aufgehoben). Eine Umleitung für den fahrenden Verkehr wird mittels Beschilderung ausgewiesen. In diesem Zeitraum ist mit verkehrlichen Einschränkungen zu rechnen. Die Zufahrten und Zugänge zu den Hauseingängen werden zu jeder Zeit gewährleistet. Irmgardstraße Auch die Irmgardstraße wird von der Grafenberger Allee aus abgebunden und bis zur Margaretenstraße zur Sackgasse (Zu- und Ausfahrt über die Altenbergstraße). Eine Umleitung für den fahrenden Verkehr wird ausgeschildert. In diesem Zeitraum ist mit verkehrlichen Einschränkungen zu rechnen. Die Zufahrten und Zugänge zu den Hauseingängen werden zu jeder Zeit gewährleistet. Planmäßig sollen die Umbauarbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Hintergrund "Insgesamt wurden sechs Aufpflasterungen entlang der Grafenberger Allee geplant. An der Gehrtsstraße und Engerstraße wurden die Arbeiten bereits abgeschlossen. Neben den gerade begonnenen Umbauarbeiten an der Grimmstraße und Irmgardstraße soll auch die Einmündung an der Neanderstraße umgebaut werden. Hier laufen die Bauarbeiten bereits, und neben der Aufpflasterung wird hier der vorhandene Radweg auf einer Länge von rund 150 Metern saniert", erklärt Florian Reeh, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement. Auch im kommenden Jahr sollen weitere Bauarbeiten erfolgen. "An der Achenbachstraße geht es dann Anfang 2022 los, sobald an dieser Stelle die Kanalbauarbeiten des Stadtentwässerungsbetriebs abgeschlossen sind", betont Reeh. Aufgrund der komplexen Gegebenheiten, die die Straße mit sich bringt, kann der fahrradfreundliche Ausbau nur abschnittsweise realisiert werden. Weitere Planungen laufen bereits, wie beispielsweise im Rahmen des barrierefreien Ausbaus der Haltestelle Schlüterstraße. Weiter im News-Archiv